Use it or lose it - gesund und fit bis ins hohe Alter

Gepostet von Malte am

Etwa mit Mitte zwanzig hat der Mensch den Höhepunkt seiner körperlichen Leistungsfähigkeit erreicht. Ab dann geht es langsam aber stetig bergab. Um so wichtiger ist, es aktiv zu bleiben, um diesen natürlichen Alterungsprozess zumindest zu verlangsamen. 

Immer wieder sieht man ältere Menschen, die sich nur mit Hilfe eines Rollators oder Gehstockes mühsam, langsam und in gebückter Haltung fortbewegen. Treppensteigen oder das Aufstehen von einem Stuhl ist, wenn überhaupt, nur unter großer Anstrengung möglich. 
Auf der anderen Seite gibt es aber auch 84-jährige Bodybuilder92-jährige Marathonläuferinnen oder 94-jährige Leistungsschwimmerinnen

Aber woran liegt es, dass der eine mit 90 Jahren noch Marathon läuft, während der andere mit 80 nicht mal mehr ohne fremde Hilfe aus dem Sessel hochkommt? Ist das etwa alles nur eine Frage der Genetik? Diese Frage lässt sich ganz klar mit "Nein!" beantworten. Laut Experten sind etwa 30% genetisch vorgegeben. 70% bestimme der Lebenstil. Die Funktionsfähigkeit unseres Körpers hängt also in erster Linie mit den Anforderungen zusammen, denen er im Alltag und beim Sport ausgesetzt ist. Er passt sich daran an, getreu nach dem Motto "Use it or lose it". Wenn eine Funktion nicht benötigt wird, geht sie früher oder später verloren.


Folgende Körperfunktionen bzw. -bereiche sind davon betroffen: 

Muskelkraft

Im Alter von etwa 25 Jahren ist man in der Regel in seiner besten körperlichen Verfassung. Danach baut der Körper langsam aber sicher ab. Am deutlichsten ist dies an der Muskulatur erkennnbar. Pro Lebensjahrzehnt verlieren wir in der Regel bis zu 10% an Muskelmasse. Mit zunehmendem Alter beschleunigt sich dieser Prozess, der als Sarkopenie bezeichnet wird.  
Wirkt man diesem Muskelabbau nicht aktiv entgegen,  ist ab einem bestimmten Alter die sogenannte Funktionsschwelle unterschritten. Das heißt die Muskeln sind so schwach, dass man nicht mehr ohne fremde Hilfe aus dem Sessel hochkommt. Der Alltag lässt sich nicht mehr eigenständig bewältigen. Der Zeitpunkt des Erreichens der Funktionsschwelle ist sehr individuell und lässt sich durch einen aktiven Lebensstil maßgeblich nach hinten verschieben. Durch Inaktivität hingegen beschleunigt sich der Abbau rasant. Dies lässt sich eindrucksvoll erkennen, wenn z.B. Arme oder Beine nach Brüchen stillgelegt werden. Bereits nach 14 Tagen kann so bis zu ein Drittel der Kraft verloren gehen.  

Die effektivste Methode, um Muskulatur aufzubauen, ist ein gezieltes gesundheitsorientiertes Krafttraining. Dies ist auch für untrainierte und ältere Menschen problemlos möglich, da die Übungsauswahl und Widerstände sehr individuell angepasst werden können. Generell gilt: Je untrainierter man ist, desto trainierbarer ist man! Dies wurde eindrucksvoll durch eine amerikanische Studie untermauert. Die über 90-jährigen Probanden trainierten 9 Wochen lang ihre Oberschenkelmuskulatur (M.Quadriceps femoris). Das Ergebnis: Der Kraftzuwachs betrug 174% (!), die Muskelmasse erhöhte sich um 9% und die Gehgeschwindigkeit um 48%. 
Es gibt aber natürlich noch viele weitere Methoden und Sportarten zur Muskelkräftigung wie z.B. Pilates oder Klettern.

Je besser die Fitness und der Zustand der Muskulatur bereits in jungen Jahren sind, desto länger wird man davon profitieren und bis ins hohe Alter eine höhere Lebensqualität haben (vorausgesetzt, man bleibt aktiv). Ein gesunder junger Mensch sollte es normalerweise schaffen, mindestens einen Klimmzug zu machen. Heutzutage ist dies für viele Jugendliche eine große Herausforderung. In der Freizeit wird lieber vor dem Computer "gechillt", als auf Bäume zu klettern. Hier wird bereits der Grundstein für eine spätere Pflegebedürftigkeit gelegt. 

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Knochendichte

Mit fortschreitendem Lebensalter nimmt die Dichte der Knochen ab. Etwa 1% Verlust pro Jahr sind normal. Wenn der Verlust aber zu schnell fortschreitet und die Knochendichte einen kritischen Wert unterschreitet, spricht man von Osteoporose. In Deutschland haben ca. 5-7 Millionen Menschen Osteoporose.
Auch die Stabilität der Knochen hängt unmittelbar mit der Aktivität und den Anforderungen im Alltag zusammen. Die sogenannte Knochendichte ist also beeinflussbar. Je mehr Druck und Zug über die Muskeln und Sehnen auf die Knochen ausgeübt wird, desto mehr passt dieser sich an und wird stabiler. Eine Osteoporose ist also keine unveränderliche Diagnose, sondern ist durchaus heilbar  
Eine sehr effektive Maßnahme zur Verbesserung der Knochendichte ist wiederum ein intensives Krafttraining. Durch die gezielte Belastung werden Abbauprozesse im Knochen verlangsamt und Aufbauprozesse angeregt. So lässt sich die Knochendichte nachweislich verbessern.  
Auch Training mit Vibrationsgeräten und Schwingungsplattformen hat einen guten Einfluss auf die Knochendichte. Aber auch andere Sportarten, wie z.B. Tennis und generelle körperliche Aktivität wirken sich neben einer guten Ernährung positiv aus. 

Entscheidend für die spätere Entwicklung der Knochendichte ist die sogenannte Peak Bone Mass. Diese bezeichnet die höchste jemals erreichte Knochenmasse, meist etwa um das dreißigste Lebensjahr herum. Je höher die Peak Bone Mass, desto geringer das Risiko, später eine Osteoporose zu entwickeln. Dementsprechend ist es extrem wichtig, sich bereits in der Kindheit und Jugend körperlich und sportlich zu betätigen


Knorpelmasse

Entgegen weitverbreiteter Ansichten ist Knorpel ein lebendiges und regenerierbares Gewebe. Die Selbstheilungskräfte des Körpers haben also die Möglichkeit, kleinere Defekte im Knorpel zu reparieren. Da die Knorpelzellen aber nicht über die Blutbahnen versorgt werden, verläuft dieser Prozess sehr langsam. Wenn der Knorpel sich nicht mehr ausreichend regeneriert und es zu "Abnutzung" kommt spricht man von Arthrose. Als Ursache wird fast ausschließlich von Überlastung gesprochen. Was viele nicht wissen: Eine Arthrose kann auch durch zu wenig Belastung entstehen. Genauso wie der Knochen braucht der Knorpel Belastungsreize, um die aufbauenden Zellen zu stimulieren. Bleiben diese Reize aus, baut der Knorpel sich ab. Auch hier kommt es also auf das richtige Verhältnis zwischen Belastung und Entlastung an. 

Für einen gesunden Gelenkknorpel sind ausreichend Bewegung und ein gezieltes Training also unabdingbar. Wichtig ist auch der Ausgleich muskulärer Dysbalancen, um eine einseitige Gelenkbelastung zu reduzieren. 
Hierzu eignet sich unter anderem ein gesundheitsorientiertes Krafttraining. 

 

Ausdauer

Auch die Ausdauerfähigkeit nimmt im Alter ab. Längere Spaziergänge und Treppensteigen fallen zunehmend schwer. Die Betroffenen werden schneller kurzatmig und müssen öfter Pausen einlegen. 
Auch wenn sich dieser Prozess nicht ganz aufhalten lässt, ist es zumindest möglich durch regelmäßiges Training die Ausdauerfähigkeit bis ins hohe Alter aufrecht zu halten. Unsere 92-jährige Marathonläuferin ist das beste Bespiel dafür.
Selbst untrainierte Menschen können auch im fortgeschrittenen Alter noch mit Ausdauersport anfangen und tolle Fortschritte erzielen. Wenn man unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte man natürlich vor der Aufnahme des Trainings mit seinem behandelndem Arzt Rücksprache halten. Geeignete Trainingsarten für ein Ausdauertraining sind Laufen, Fahrradfahren, Schwimmen und Wandern oder Nordic Walking. Ab 10 Minuten kontinuierlicher Belastung kann man bereits von einem Ausdauertraining sprechen. Hierfür kommt unter Umständen bereits der Arbeitsweg mit dem Fahrrad in Frage. Ziel sollte es sein sich 4-5x pro Woche etwa eine halbe Stunde zu bewegen



Beweglichkeit/Flexibilität

Die Bedeutung des Beweglichkeitstrainings wird immer noch von vielen unterschätzt. Dabei spielt es eine sehr wichtige Rolle. Durch einseitige Belastungen im Alltag entwickeln sich Verkürzungen und Dysbalancen oft sogar bereits im Schulalter.
Der Bewegungsapparat ist, wie der Name schon sagt, nicht dafür geeignet stundenlang in der selben, meist sitzenden Position zu verbringen. Forscher gehen sogar soweit zu sagen, dass zu viel Sitzen sich sehr negativ auf die Gesundheit insgesamt auswirken kann. Die Hüften und Knie sind beim Sitzen stark gebeugt, was auf Dauer zu Verkürzungen der Hüft- und Oberschenkelmuskulatur führt (auch wenn man über den Begriff "Verkürzung" sicher diskutieren kann).

Durch mangelnde Bewegung und durch Stress verfilzt und verklebt das Fasziengewebe und es findet kein ausreichender Flüssigkeits- und Nährstoffaustausch mehr statt. Spannenden Erkenntnissen zufolge werden auch Ängste, negative Emotionen und Denkmuster in den Faszien gespeichert. Nach diesem ganzheitlichen Ansatz setzt ein Beweglichkeitstraining also nicht nur auf der körperlichen Ebene an, sondern kann sehr wohl auch zu einer Verbesserung des seelischen Zustandes führen.

Durch meist eher ungünstige Sitzhaltung und mangelnden Ausgleich entsteht im Laufe der Jahre eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Schaut man sich ältere Mitmenschen an, haben diese häufig eine katastrophale Haltung und es ist Ihnen auch oft nicht mehr möglich diese zu korrigieren.
Der Schulterblick im Auto ist bereits bei 60-jährigen oft schwierig, da die Beweglichkeit der Halswirbelsäule reduziert ist. 

Besonders bei der Beweglichkeit ist es extrem wichtig rechtzeitig mit dem Training zu beginnen. Im fortgeschrittenem Alter ist es oft schwierig bis unmöglich die Einschränkungen noch rückgängig zu machen. 
Sinnvoll ist es sich von einem Physiotherapeuten oder Personal Trainer im Hinblick auf  Einschränkungen durchchecken zu lassen und gemeinsam ein individuelles Programm auszuarbeiten. Bereits wenige Minuten am Tag reichen oft aus um die Beweglichkeit zu verbessern bzw. einer Verschlechterung entgegenzuwirken.
Besonders wichtig sind kurze Ausgleichsübungen während der sitzenden Tätigkeit. Wenn möglich ist ein Stehtisch eine gute Maßnahme. Eine sehr schöne Methode zur Steigerung der Beweglichkeit (und des allgemeinen Wohlbefindens) ist Yoga

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Gleichgewicht / Stand- & Gangsicherheit

Auch hier kommt es im Alter meist zu starken Verschlechterungen. Die Folge ist eine erhöhte Sturzgefahr und die Vermeidung von unnötiger Bewegung. Daraus kann ein Teufelskreis entstehen, da die anderen Körperfunktionen (siehe oben) darunter leiden bzw. sich weiter veschlechtern.
Vermehrtes Auftreten von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen scheint mit zunehmenden Alter normal zu sein. Um so wichtiger ist es aktiv etwas dafür zu tun, die verbleibende Funktion zu erhalten und, wenn möglich, zu verbessern. Bei stärkeren Problemen empfiehlt sich ein Gleichgewichtstraining im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung. 
Besser ist auch hier natürlich, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Eine beliebte und einfache Maßnahme die ich häufig meinen Patienten empfehle, ist das Üben des Einbeinstandes während des Zähneputzens. Darüberhinaus empfehlen sich Therapie-Kreisel und Balance-Pads um zu Hause zu üben. Schon wenige Minuten täglich reichen um gute Ergebnisse zu erzielen. 


Denkvermögen / Gehirnfähigkeiten

Was für den Körper gilt, gilt auch für den Kopf: Auch das menschliche Gehirn unterliegt einem natürlichen Alterungsprozess. Es ist nicht schön zu erleben, wie Menschen die einem Nahe stehen in der Hirnleistung immer mehr nachlassen. Wichtig ist es auch hier, das Gehirn ausreichend zu fördern und das unbedingt schon präventiv! Wer täglich stundenlang auf dem Sofa sitzt und Talkshows guckt, wird kognitiv wenig davon profitieren. Wichtig für eine gesunde Gehirnfunktion sind ein geistig aktives Leben, ausreichend Bewegung und soziale Kontakte. Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit einer ausreichenden Omega-3-Zufuhr spielt eine wichtige Rolle. Außerdem könnte die Reduktion von Elektrosmog und Strahlung ein nicht unwesentlicher Faktor sein.
Gutes Gehirntraining bieten Gesellschaftsspiele aller Art, Denkspiele wie Schach, Rätsel wie SUDOKU etc.
Für den modernen Menschen gibt es natürlich auch eine ganze Reihe von Apps zum Gehirnjogging ;-) 


Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bewegung und körperliche(/geistige) Aktivität die wichtigste Maßnahme ist, um Alterungsvorgänge zu verlangsamen und gesund und mit hoher Lebensqualität zu altern.
Bleiben oder werden Sie aktiv! Sport ist in jedem Alter möglich, und es ist nie zu spät damit anzufangen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder sich regelmäßig und ausreichend körperlich betätigen!
Vorbeugen ist besser als Heilen!

 
Und hier noch ein paar Tests

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Schlafberatung ganzheitlich betrachtet

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Stella Zurheiden

Bedenkt man das 80% aller Krankschreibungen auf den Rücken zurückzuführen sind, kommt schon mal die Frage auf wie wertvoll denn ein Bett für die Gesundheit ist. Der beste Arzt, Therapeut und wen man sonst noch so aufzählen könnte wird ein Leiden dauerhaft nur bedingt unterstützen können, wenn das Bett nicht mitspielt!
Warum ist das so? Ganz einfach, weil Regeneration NUR nachts und NUR in der Tiefschlafphase stattfindet! Die wenigsten Menschen kommen jedoch in die Tiefschlafphase, auch wenn sie sich dessen nicht Bewusst sind. Stellen Sie sich folgendes vor: Sie kommen vom Therapeuten und es geht Ihnen so gut wie lange nicht, das hält an bis zum nächste Morgen und da ist es das „böse“ Erwachen. Hand aufs Herz, wie schnell wird gewertet „Der Arzt oder Therapeut taugt nichts, der hat mir gar nicht oder nur kurz geholfen“? FAKT ist jedoch das Sie vom Therapeuten zumeist bestens behandelt wurden, nur die nächtlichen 6-8 Stunden in einer „verkrümmten Lage der Wirbelsäule“ hat alles wieder zunichte gemacht.
Die Stunden in denen Regeneration von statten geht, wo unser „Akku“ wieder aufgeladen werden sollte, haben genau das Gegenteil bewirkt. Schwerverletzte Menschen werden oft in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Warum macht man das wohl? Genau, weil in dieser Phase Regeneration statt findet.

Bedenkt man nun weiter das wir 1/3 unseres Lebens im Bett verbringen (ein 60 jähriger Mensch hat rund 20 Jahre im Bett verbracht) ist es nicht verwunderlich das immer mehr Menschen, immer früher bzw. jünger die Wehwehchen von Nacken- Rücken und Co beginnen. Hinzu kommt in der heutigen Zeit Dauerstress - Mangel-Ernährung – Umwelteinflüsse - Elektrosmog und Bewegungsmangel.

Nun geht man in ein Möbelhaus oder in ein „Bettenfachgeschäft“ und wird schier erschlagen mit dem Angebot von Matratzen, Lattenrost und dergleichen. Flugs ist ein Möbelverkäufer zur Hand erklärt, zeigt und demonstriert und zumeist klingt das alles auch plausibel. Hat man sein Bett dann zu Hause, stellt sich leider sehr häufig heraus das man „schön“ aber nicht gesund gekauft hat. ☹   
Es liegt sich dann doch nicht so wie erhofft und es zwickt und kneift nach wie vor.

Woran liegt das?
Eine handelsübliche Matratze (da ist der Preis völlig egal) ist konstruktionsbedingt so hergestellt, dass IHR Körper sich der Matratze anpassen muss. Zum einen ist es Ihrem Körper nicht möglich sich einer Matratze anzupassen, zum anderen ist vorprogrammiert wie schnell Sie eine „Kuhle“ reinliegen. Bei einer orthopädischen Matratze sieht es da ganz anders aus, sie passt sich dem Körper 1:1 genau und druckfrei an. Dann muss klar sein eine Matratze kommt nicht allein, sondern auch ein solides Fundament muss sein. Ein orthopädischer Betteinsatz besteht im besten Fall nicht aus Latten (Lattenrost), sondern aus hochflexiblen elastischen Federtellern. Die beste Matratze taugt dauerhaft nichts, wenn der Betteinsatz nicht vernünftig gewählt ist. Vergleichbar mit einem Hausbau auf sandigem rutschigem Boden, da hat man keine Freude dran.

Und was ist mit der Hygiene?
Die Hausstaubmilbe ist das eine Thema, mittlerweile ist Jedermann bekannt das die Milbe an sich harmlos ist. Mit ihrer Hinterlassenschaft dem Milbenkot sieht es da ganz anders aus, denn der ist hochgradig bakteriell. Nun haben die Milben das feucht-warme Klima im Bett sehr gern und können sich daher dort besonders gut vermehren. An Futter mangelt es auch nicht denn wir verlieren pro Jahr ca. 1⁄2 kg Hautschuppen. Somit ist das Bett für eine Milbe ein wahres Paradies! Hinzu kommt das wir pro Nacht ca. 1-2 Liter Wasser ausscheiden, also Schweiß mit Salzen und Hautfetten. Ein wenig geht mit der Atemluft, ein wenig in die Nacht- und Bettwäsche und ca. 100 ml sickern Nacht für Nacht in die Matratze. Milbenkot und „Schwitzwasser“ bilden dann im Matratzenkern einen verklebten Matratzenkern und dieser ist dann Nährboden für Schimmelpilz.

Wie jetzt??? Ja, genau Schimmelpilz in Matratzen ist längst kein Geheimnis mehr, nur wird leider nicht darüber gesprochen. Können Sie sich nur annährend vorstellen was es für Ihr Immunsystem bedeutet wenn Sie in der Regenerationsphase wo der gesamte Organismus auftanken soll Schimmelsporen einatmen?

Orthopädische Anforderungen an ein Schlafsystem:
Ein orthopädisches Schlafsystem ermöglicht es, dass die Wirbelsäule in jeder Schlafposition eine gesunde Lage einnimmt. Die Muskulatur soll während dem Liegen entspannen können und der Rücken soll gleichzeitig gestützt werden. Durch die individuellen anatomischen Voraussetzungen ist es wichtig, dass ein orthopädisches Schlafsystem gewichtsunabhängig funktioniert. Das bedeutet, dass es, dort wo der Körper Druck ausübt, entlastet. Dort wo kein Druck entsteht, stützt es. Dadurch wird eine Langzeittraktion (leichte Dehnung) der Wirbelsäule ermöglicht. Die Bandscheiben werden entlastet und können sich wieder mit Gewebeflüssigkeit füllen und die benötigten Nährstoffe aufnehmen.
Zusätzlich sollte ein orthopädisches Schlafsystem für ein harmonisches Bettklima sorgen. Falsche Materialien können zu Frieren oder Nachtschweiß führen. Dadurch wird der gesunde, erholsame Schlaf beeinträchtigt. Die Materialien sollten in der Lage sein Feuchtigkeit aufzunehmen und damit für ein trocken-warmes Bettklima sorgen. Dies wirkt auch dem beschriebenen Milben- und Schimmelproblem entgegen.

Schlafstörungen:
Elektrosmog, Schnarchen, Stress, Erdmagnetfeldverzerrungen, Rückenschmerzen, Wetterfühligkeit oder Jetlag – das sind nur ein paar der zahlreichen Faktoren, die zu Schlafstörungen führen. Rund 80 % der Menschen sind laut aktuellen Studien von Schlafstörungen betroffen. Viele Menschen wachen bereits morgens mit Befindlichkeitsstörungen wie z.B. Kopf- Nacken- Schulter- Rücken- Hüftschmerzen- Atemwegsproblemen- eingeschlafenen Händen- Knieproblemen- Wadenkrämpfen- kalten Füssen um nur einiges zu nennen auf.

Orthopädische Matratzen, auch hier gilt Vorbeugen ist besser als Heilen!
Orthopädische Matratzen und orthopädische Betteinsätze werden entgegen vieler Vorurteile (zumeist aus Unwissenheit) nicht nur von Menschen genutzt die unter Nacken- Rückenschmerzen und dergleichen leiden. Vielmehr erkennen immer mehr Menschen den vorbeugenden Nutzen eines orthopädischen Schlafsystems und wie wichtig erholsamer Schlaf für die eigene Lebensqualität ist. Ein orthopädisches Schlafsystem hilft nicht nur Verspannungen in der Wirbelsäule vorzubeugen, sondern wirkt sich vor allem druckentlastend auf den ganzen Körper aus. Durchblutungsstörungen, Gelenkschmerzen und viele andere Beschwerden gehören mit einem orthopädischen Schlafsystem der Vergangenheit an. Es liegt sich „gefühlt“ weicher auf einem orthopädischen Schlafsystem als auf handelsüblichen Matratzen, das liegt an dem komfortabler Druckausgleich den viele nur von Dekubitus-Matratzen kennen. Auf einem orthopädischen System werden Knochen, Gelenke, der gesamte Organismus nachhaltig geschont.
Viele „schlafbedingte“ Schmerzen werden oft gar nicht mit ungesundem Schlaf, sondern mit Tagesaktivitäten in Verbindung gebracht wie z.B. Job-Gartenarbeit etc. Erst wenn man auf einem orthopädischen Schlafsystem gelegen hat spürt man den Unterschied massiv.

Ich freue mich, wenn ich Ihnen mit meinem Beitrag einen Eindruck zum Thema gesunder Schlaf vermitteln konnte. Für Fragen oder einer persönlichen Beratung stehe ich gerne zur Verfügung.

Herzlichst

Ihre Stella Zurheiden

stella.zurheiden@gmail.com  | 0151 423 63 577

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Rückenschmerzen - nicht zu früh ins MRT

Gepostet von Malte am

Wenn jemand in Deutschland Rückenschmerzen hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er ziemlich bald in der „Röhre“ bzw. im MRT landet. Viele Patienten gehen förmlich mit der Erwartungshaltung zum Arzt, eine Überweisung zum Radiologen zu bekommen. Sie wollen ja schließlich wissen, wo ihre Rückenschmerzen herkommen…

Das MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie) steht seit Mitte der 80er Jahre als diagnostisches Mittel zur Verfügung. Die Vorteile gegenüber dem Röntgen sind das Ausbleiben der Strahlenbelastung und die Darstellung verschiedener Gewebearten über die knöchernen Strukturen hinaus. So lassen sich auch Organe, Sehnen, Bänder, Muskeln etc. bis ins kleinste Detail darstellen und beeurteilen.

Doch ist es wirklich immer von Vorteil, einen genauen Befund durch bildgebende Verfahren zu haben? Es gibt Studien, welche genau das Gegenteil behaupten. Die Prognose kann sich demnach für den Patienten nach der bildgebenden Diagnostik sogar verschlechtern. Doch warum das? 

Das Ergebnis der bildgebenden Verfahren ist leider (oder zum Glück?) nur die halbe Wahrheit. Es gibt unzählige Menschen mit absolut pathologischen Befunden, die aber keinerlei Beschwerden haben. In Untersuchungen an gesunden und gut trainierten jungen Männern ohne jegliche Rückenschmerzen fand man bei über 20% Bandscheibenvorfälle im Lendenwirbelsäulenbereich.  Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, bei denen im MRT absolut keine Auffälligkeiten zu finden sind und die dennoch unerträgliche und chronische Schmerzen haben.

Über 80% aller Rückenschmerzen gelten als „unspezifisch“, das heißt, es lässt sich keine genaue Struktur bzw. Ursache ausmachen, welche für die Entstehung der Beschwerden verantwortlich ist. Viele dieser Beschwerden verschwinden auch nach einiger Zeit wieder. Untersucht man diese Patienten aber im MRT, findet man dennoch zahlreiche Abweichungen von der Norm. Der Befund ist oft lang und für den Betroffenen häufig beängstigend. Die Tendenz vieler Radiologen, die Befunde eher etwas zu dramatisieren, verstärkt diesen Effekt. Durch Aussagen einiger Orthopäden („Ein Wunder, dass Sie mit dieser Wirbelsäule überhaupt noch aufrecht gehen können..“)  wird die Verunsicherung des Betroffenen nochmals verstärkt. Das Vertrauen in den eigenen Rücken und seine Belastbarkeit sinkt und die Patienten nehmen eine Schon- und Vermeidungshaltung an. Dies kann der Beginn eines Teufelskreises sein. Die Muskulatur baut sich ab, was zu Instabilitäten und einer weiteren Zunahme der Schmerzsymptomatik führt. So kann es zu einer Chronifizierung der Beschwerden kommen.

Darüber hinaus steigt das Risiko operiert zu werden. Auch wenn auf dem Bild möglicherweise ein Bandscheibenvorfall zu erkennen ist, muss das noch längst nicht die Ursache für die Beschwerden sein. So kann ein ausstrahlender Schmerz beispielsweise auch vom Ilio-Sacral-Gelenk oder vom Piriformes-Muskel ausgehen. Dennoch landen viele Patienten viel zu früh und leider oft unnötig auf dem OP-Tisch. In vielen Fällen sind die Beschwerden danach jedoch keinesfalls geringer.

Wenn sich ein Rückenschmerzpatient zum Zeitpunkt des MRT bereits in physiotherapeutischer Behandlung befindet oder ein gezieltes Rückentraining macht, ergeben sich aus dem MRT-Befund in den seltensten Fällen Änderungen am therapeutischen Vorgehen. 

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien der Bundesärztekammer empfiehlt eine bildgebende Diagnostik frühestens nach vier bis sechs Wochen und nur, wenn die Beschwerden zunehmen und/oder die Einschränkungen im Alltag anhalten.

Viele Ärzte halten sich leider nicht an diese Empfehlungen. So ist Deutschland weltweiter Spitzenreiter im MRT. Die Anzahl der Untersuchungen pro 1000 Einwohner ist fast doppelt so hoch wie beispielsweise in Frankreich. Die Anzahl der Geräte pro eine Million Einwohner ist etwa doppelt so hoch wie im EU-Schnitt. Die Kosten, die daraus für das Gesundheitssystem entstehen, sind enorm (eine MRT-Untersuchung kostet bis zu 700 €). Der Nutzen für den Betroffenen ist leider sehr fraglich.

Tipps im Hinblick auf Rückenschmerzen und bildgebende Verfahren:

- Die meisten Rückenschmerzen verbessern sich nach einigen Tagen bis Wochen von alleine.

- Sollten die Beschwerden anhalten oder sich verschlechtern, vereinbaren Sie einen Arzttermin!

- Suchen Sie sich einen Arzt, der Sie ausreichend befragt und körperlich untersucht.

- auch wenn es zum Standardprozedere vieler Orthopäden gehört: Eine Röntgenaufnahme ist im Rahmen der Erstuntersuchung nicht unbedingt zwingend erforderlich. 

- Überlassen Sie Ihrem Arzt die Entscheidung, ob ein MRT tatsächlich notwendig ist.

- Sollten die Beschwerden bis zum MRT-Termin bereits abgeklungen sein, überlegen Sie sich, ob Sie die Untersuchung tatsächlich in Anspruch nehmen wollen.

- Wenn Sie im MRT waren: Lassen Sie sich nicht vom Befund verunsichern! Die Befunde klingen für den Laien oft schlimmer als sie eigentlich sind. Besprechen Sie den Befund in Ruhe mit dem Arzt Ihres Vertrauens.

- Wenn Ihnen eine OP empfohlen wurde, holen Sie sich vorher unbedingt eine zweite Meinung ein! Am besten von einem Arzt der nicht operiert.

Studien zum Thema:

https://www.jospt.org/doi/10.2519/jospt.2011.3618

https://chiromt.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12998-018-0207-x

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20838269

https://bjsm.bmj.com/content/early/2019/02/13/bjsports-2018-100087.full

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23440131

https://peerj.com/articles/4151/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/22047999/?i=2&from=/21642763/related

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Krafttraining als Schlüssel zu einem gesunden Körper

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Tobias Hartz

Viele Menschen leiden unter Rückenschmerzen oder Gelenkbeschwerden anderer Art und müssen aus diesem Grund einige Einschränkungen im Alltag in Kauf nehmen. 

Aus Angst die Beschwerderegionen zu belasten entsteht das Problem, dass die Betroffenen oft dazu neigen Schonhaltungen einzunehmen welche die Beschwerden auf lange Sicht sogar fördern. Die fehlende Belastung führt dazu, dass Muskulatur abbaut, Stabilität verloren geht und die Beschwerden oft chronisch werden. Nicht selten führen diese Beschwerden auch zu einer hohen psychischen Belastung.

Entgegen der altmodischen Ansicht es sei wichtig sich bei Beschwerden zu schonen, ist mittlerweile bekannt, dass gezieltes Training der Muskulatur helfen kann körperliche Beschwerden zu verbessern oder sogar komplett zu beseitigen, da zahlreiche Beschwerden gerade aufgrund von zu schwacher Muskulatur, oder aufgrund von so genannten muskulären Dysbalancen entstehen.

Das tolle am Krafttraining: Sie trainieren und kräftigen nicht nur Ihre Muskulatur, sondern auch andere Gelenkstrukturen wie die Knochen, den Knorpel und die Sehnen und Bänder. Sie sind anpassungsfähig und können über ein langfristiges und gezieltes Training an Stabilität gewinnen. Auf diese Weise lässt sich sogar die Knochendichte messbar verbessern, weswegen Krafttraining insbesondere zur Prävention oder Behandlung von Osteoporose eine wichtige Rolle spielt.

In dieser Hinsicht funktionieren alle Strukturen ähnlich: Der Körper passt sich einer für ihn zu hohen Belastung an und wird kräftiger. So können beispielsweise Fehlhaltungen, welche oft Folge von muskulären Dysbalancen sind beseitigt werden und Alltagsbelastungen fallen durch die im Training gewonnene Kraft leichter und sind wieder beschwerdefrei möglich. 

Neben Gelenkbeschwerden kann Krafttraining außerdem auch bei Krankheiten der inneren Organe sinnvoll sein. Wie einige Studien erfolgreich belegen konnten, führt auch ein intensives Krafttraining zu positiven Anpassungen der inneren Organe und des Herzkreislaufsystems. Langfristiges Training ermöglicht es so, den Puls und Blutdruck ohne Hilfe von Medikamenten zu senken und das Schlagvolumen des Herzens zu erhöhen.

Grundsätzlich gilt also: Über ein gezieltes Training der Muskulatur, gerade in den Beschwerderegionen, können Beschwerden gelindert oder beseitigt werden und lassen sich auch langfristig vermeiden. Neben den Anpassungen der Skelettmuskulatur profitieren außerdem auch die inneren Organe und das Herzkreislaufsystem von einem intensiven Training.

Wichtig hierbei ist es, ein gezieltes, sauberes und den Muskel erschöpfendes Training zu absolvieren, welches auf Ihr individuelles Beschwerdebild abgestimmt ist. 

Lassen Sie sich hierfür am besten von einem speziell geschulten Trainer hinsichtlich des Trainings beraten und führen Sie die Übungen erst nach einer korrekten Anleitung durch

Tobias Hartz ist LE-/CE-Instruktor im Kieser Training-Studio in Hamburg-Poppenbüttel

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Die richtige Sattelhöhe - warum ist sie so wichtig?

Gepostet von Malte am

Was gibt es bei schönem Wetter besseres als mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Dadurch spart man Sprit und Geld, schont die Umwelt und tut obendrein noch etwas für die Ausdauer und Gesundheit
Leider ist bei sehr vielen Radfahrern die Sattelhöhe nicht korrekt eingestellt. Dies kann aber leider unangenehme Folgen haben.

Wenn ich mir die Radfahrer auf Hamburgs Straßen ansehe, fällt auf, dass ein Großteil den Sattel nicht optimal eingestellt hat.
Viele Sättel sind zu tief, und dies teilweise deutlich. Dies hat zur Folge, dass sich der Druck im Kniegelenk wesentlich erhöht, zum einen weil man deutlich mehr Kraft aufbringen muss, und zum anderen durch die größere Beugung im Gelenk selbst. Nicht selten kommt es dadurch zu Kniebeschwerden. Kaum jemand würde aber die Ursache seiner Beschwerden beim Fahrradfahren suchen, weil dies ja bei Knieproblemen generell eher positiv ist und empfohlen wird.

Wenn der Sattel zu hoch eingestellt ist, was seltener vorkommt, hat dies zur Folge, dass die Knie zu sehr gestreckt werden, was sich wiederum negativ auf die Gelenke auswirken kann. Außerdem kann das Becken nicht stabil gehalten werden und weicht wechselseitig bei jedem Tritt aus. Dies belastet die Lendenwirbelsäule ungünstig und führt auf Dauer zu Rückenbeschwerden.

Je mehr man mit dem Fahrrad unterwegs ist, desto wichtiger sind natürlich die richtigen und individuellen Einstellungen. Menschen, die regelmäßig Fahrrad fahren empfehle ich, sich von einem Fachmann beraten zu lassen und das Fahrrad indivduell anpassen zu lassen. Es gibt mittlerweile viele Experten im sogenannten Bikefitting. Nicht nur die Sattelhöhe, sondern auch die Rahmengröße, die Lenkerhöhe und verschiedene weitere Einstellungen sind wichtig. Auch individuelle Faktoren sollten in die Beratung mit einfließen.

Besonders bei Kindern sollte man regelmäßig die Sattelhöhe und Rahmengröße kontrollieren und anpassen, da sich diese durch das Körperwachstum stetig verändert. Viele Kinder fahren täglich mit katastrophalen Einstellungen zur Schule, weil sie selbst kein Bewußstein dafür und die Eltern keinen Blick darauf haben.

Als Faustregel für die korrekte Sattelhöhe gilt: wenn man die Ferse auf die Pedale stellt sollte das Knie gestreckt sein. Daraus ergibt sich eine leichte Beugung im Kniegelenk, wenn man die Pedalen wie vorgesehen mit dem Vorfuß tritt.

Im folgenden Video wird dieses Vorgehen sehr schön von einem Experten demonstriert:

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Tipps zum Umgang mit Narben

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Elisabeth Josenhans

Wie entstehen Narben?

Jedes physische Trauma zerstört Zellstrukturen des Hautgewebes, egal ob durch einen Unfall oder eine Operation verursacht. Narben entstehen bei der Heilung von Wunden, die in tiefere Hautschichten reichen. Bei oberflächlichen Verletzungen schließt der Körper die Wunde durch gleichartige Zellen. Dies führt selten zu Störungen. Ist jedoch das gefäßreiche Bindegewebe beschädigt, wird die Wunde mit Ersatzgewebe
aufgefüllt. Dieses ordnet sich unstrukturiert an und ist weniger elastisch. Wird die Wundheilung gestört, kann eingesenktes Narbengewebe mit zu wenig Ersatzfasern entstehen. Durch Zugkräfte an der Wunde werden hingegen zu viele Kollagenfasern gebildet, was zu wulstigen oder wuchernden Narben führen kann.
Liegt solch eine unelastische Narbe dann noch in Gelenknähe oder am Rumpf, kann dies zu Bewegungs-einschränkungen führen.
Aber auch innere Narben – z. B. nach einer Blinddarmoperation oder einer endoskopischen Operation am Bauch – können die Funktion des Bewegungsapparats oder der Organe stören.
Verklebungen/Adhäsionen in der funktionellen Muskel-Faszienkette können Spannungen übertragen und weit entfernte Beschwerden verursachen.


Wie kann Narbentherapie helfen?

Eine therapeutische Narbenbehandlung hilft, die Gewebefasern in ihre funktionelle Ausrichtung zu bringen. Beschwerden können sich dauerhaft verbessern.
Durch Verschieben des Narbengewebes kann das physiologische Gleiten wiederhergestellt werden. Oberflächliche und tiefe Mobilisationen können helfen, bindegewebige Vernetzungen aufzubrechen.
Die Neigung des Narbengewebes, sich zusammenzuziehen, wird durch gezieltes Gegeneinanderschieben der Hautschichten verringert. Zudem kommen Knetungen, Längsdehnungen der Narbe und Hautrollungen in Richtung Narbe zum Einsatz. Die Mobilisation wird dicht am Narbenrand und so tief wie möglich ausgeführt. Ältere Narben vertragen auch eine direkte Massage mit größerem Druck.
Mit Hilfe von einem Schröpfglas kann die Narbe durch den Unterdruck angehoben werden, sodass tiefe, nach innen ziehende Anhaftungen gelöst werden können.
Diese Lösungstherapie kann zu verbesserter Beweglichkeit verhelfen, denn für eine volle Bewegung muss Gewebe gleiten können.

Wichtig ist, dass Sie als Patient anschließend selbst Mobilisationen des Gewebes durchführen, um den Therapieerfolg zu unterstützen.


Was kann ich selbst tun?

Die Narben bleiben mit dieser Eigenbehandlung weich und geschmeidig und verkleben nicht mit tieferen Gewebsschichten. Dies sorgt für freie Beweglichkeit und lindert Schmerzen und Spannungsgefühl.

Lassen Sie sich diese Techniken von einem erfahrenen Therapeuten zeigen!

Narbenmassage:
- Mit leichtem Tiefendruck von Zeige-und Mittelfinger massieren Sie bogenförmig auf die Narbe zu, dann ohne Druck weg von der Narbe, sodass eine kreisende Bewegung entsteht. Ca 4x entlang des Narbenverlaufes
- Versetzt mit zwei Fingern beider Hände von beiden Seiten auf die Narbe zubewegen und sie damit S-förmig verschieben. Ca 4x entlang des Narbenverlaufes
Anzahl der Anwendungen: 1-2x täglich

Unbedingt beachten:
-Nie über die Narbe ziehen, da sonst Zug auf die Narbe kommt, was sie verbreitern kann. Immer nur zur Narbe massieren!
-Es darf nicht schmerzen! Leichter Zug ist ok.
-Nicht bei offener Wunde behandeln.
-Es soll keine starke Mehrdurchblutung/Röte hinterher zu sehen sein- sonst mit kühlschrankkaltem Eisbeutel einige Minuten beruhigen.

Schröpfen:
Das Schröpfen löst die Narbe vom Unterhautgewebe und sorgt damit für mehr Beweglichkeit.
Den Ball des Schröpfglases eindrücken, dann auf die Narbe setzen, den Ball loslassen, bis sich Gewebe in das Glas zieht. Nur ganz kurz halten, wieder auf den Ball drücken, das Schröpfglas löst sich. Den Druck auf den Ball halten und sofort die nächste Stelle hochziehen.
Überlappend die ganze Narbe schröpfen, ca 4 mal wiederholen.
Intensivere Bearbeitung erreicht man durch Ansetzen des Glases wie oben erklärt, dann das Glas fassen und die Narbe durchziehen. Ev mit der anderen Hand das Gewebe spannen.Ca 4x
wiederholen.

Im folgenden Video sehen Sie ein Behandlungsbeispiel:


Dehnungen:
Lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten auch geeignete Dehnungsübungen zeigen, damit die Muskel-Faszienketten lang und elastisch bleiben.
Beispiel: für eine Brustkorbnarbe oder eine Bauchnarbe ist die Drehdehnlage besonders geeignet.
 

Zur Person:
Elisabeth Josenhans ist eine Physiotherapeutin mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Narben, besonders im Bereich der Brustkrebsnachsorge.
Ausgebildet als Manualtherapeutin mit Schwerpunkt Faszientherapie arbeitet sie in eigener Praxis in Hamburg Eppendorf.

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Sonnenlicht - schädlich oder gesund?

Gepostet von Malte am

Der richtige Umgang mit der Sonne ist ein sehr schwieriges und kontrovers diskutiertes Thema. Überwiegt der gesundheitliche Nutzen durch die Sonnenstrahlung und die daraus resultierende natürliche Vitamin-D-Produktion? Oder ist doch die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, größer?

Der Frühling ist da, die Vögel zwitschern und es wird langsam wärmer. Was gibt es da Schöneres, als jede freie Minute an der frischen Luft zu verbringen und die Sonne zu genießen? Doch ist das eigentlich bedenkenlos möglich oder vielleicht sogar gefährlich?
Glaubt man der Aussage vieler Hautärzte und der Werbung der Sonnencreme-Hersteller, sollte man sich niemals ungeschützt der Sonne aussetzen. Viel zu hoch sei das Risiko, an einem Melanom, also an schwarzem Hautkrebs, zu erkranken. Einige Naturheilkundler und Heilpraktiker sehen das anders und werden durch interessante Studien bestätigt. Zwei eindrucksvolle Studien möchte ich gerne hervorheben:

Eine amerikanische Studie untersuchte über einen Zeitraum von 10 Jahren die Melanom-Fälle an hellhäutigen US-Matrosen. Interessanterweise traten die meisten Melanome nicht bei den Matrosen im Außendienst auf, wie es eigentlich zu erwarten gewesen wäre, sondern bei den Matrosen im Innendienst. Dies zeigt, dass die Sonne keinesfalls die alleinige Ursache für die Entstehung von Melanomen sein kann, und lässt darauf schließen, dass ein guter Vitamin-D-Spiegel wichtig für die Prävention ist.

Im Zusammenhang mit Sonne geht es aber nicht nur um das Melanomrisiko. Sonnenlicht scheint auch eine Auswirkung auf die Gesundheit insgesamt zu haben:
In einer großen schwedischen Studie an fast 30.000 Frauen stellte sich heraus, dass die Gesamtsterblichkeit bei denjenigen, welche die Sonne mieden, fast doppelt so hoch war, wie die der Frauen, die sich regelmäßig der Sonne aussetzten. Inbesondere gab es bei den Sonnenvermeidern deutlich mehr Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Hautkrebserkrankungen waren zwar bei der „Sonnengruppe“ tatsächlich höher, dafür aber das Risiko, an der Erkrankung zu sterben, geringer.
Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass regelmäßige Sonnenexposition ein wichtiger Faktor für die Gesundheit ist und es keinesfalls ratsam ist, aus Angst vor Hautkrebs die Sonne komplett zu meiden.

Regelmäßige (/chronische) Sonnenexposition wirkt sich laut Studien eher positiv aus. Wer täglich an der frischen Luft ist, baut einen natürlichen Schutz auf. Das Melanomrisko sinkt. Gefährlich ist es, wenn man im Alltag kaum Sonne abbekommt, dann aber im Urlaub plötzlich unvorbereitet und intensiv in der Sonne "badet". Bei dieser Art der (intermittierenden) Sonnenexposition steigt das Melanomrisiko deutlich an.       

Man sollte also wie immer das rechte Maß halten: die Sonne weder komplett meiden, noch sich ihr übermäßig aussetzen.


Tipps für den Umgang mit der Sonne: 

- Steigern Sie Ihre Sonnenexposition im Frühjahr und Sommer langsam und gewöhnen Sie Ihre Haut kontinuierlich an das ungewohnte Sonnenlicht!
Die größte Gefahr besteht darin, blasse Haut plötzlich zu viel Sonne auszusetzen. Versuchen Sie ein natürliches Gespür dafür zu bekommen, wann es Zeit für ein schattiges Plätzchen ist.

- Gehen Sie täglich nach draußen und bewegen sich an der frischen Luft. Dies ist besser, als nur am Wochenende und dann plötzlich zu lange.

- Meiden Sie intensive Mittagssonne! (11-15 Uhr)

- Der beste Sonnenschutz ist geeignete Kleidung und Kopfbedeckung. Der UPF ist ein “Lichtschutzfaktor“ für Textilien.   

- Wichtig: Riskieren Sie auf keinen Fall einen Sonnenbrand!
Sonnenbrände, besonders im Kindesalter, erhöhen massiv das Melanomrisiko und sind unter allen Umständen zu vermeiden!

- Kinder im ersten Lebensjahr sollten keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden!

- Hellhäutige, blauäugige und/oder Menschen mit vielen Sommersprossen haben von Natur aus ein höheres Risiko. Genauso Menschen, in deren Familie bereits Melanome auftraten.
Diese Menschen sollten das Thema noch ein wenig ernster nehmen, ohne allerdings in Panik zu verfallen.

- Vermeiden Sie es, sich bereits eine halbe Stunde vor dem Sonnenkontakt mit einer 50er-Sonnenschutzcreme einzucremen! Dadurch hat Ihre Haut keinerlei Möglichkeit, sich an die Sonne anzupassen. Gönnen Sie Ihrer Haut ein paar Minuten Sonne, bevor Sie zum Sonnenschutz greifen. (Mehr zum Thema Sonnencreme erfahren Sie weiter unten im Text)

- Der beste Sonnenschutz (neben Kleidung und Schatten) ist der "Sonnenschutz von innen".
So reduziert ein guter Omega-3-Spiegel nachweislich das Risiko.
Eine vitalstoffreiche Ernährung mit natürlichen Antioxidantien, wie Beta-Karotin und Lycopin, und den Vitaminen C und E trägt zu einer natürlichen Schutzfunktion bei. Sie wirken antioxidativ und so der Bildung von oxidadivem Stress und freien Radikalen durch die UV-Strahlung entgegen. Auch grüner Tee, kann die Sonnenbrandgefahr und das Hautkrebsrisiko reduzieren.
Unbedingt ist auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Der Konsum von Alkohol erhöht das Risiko allerdings massiv.

- Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel bestimmen und streben Sie einen Wert von 40-60 ng/l bzw. 100-150 nmol/l an (Empfehlung Dr. Schmiedel)! In der Regel ist eine zusätzliche Vitamin-D-Gabe sinnvoll und erforderlich. Ein guter Vitamin-D-Spiegel bietet einen zusätzlichen Schutz.

- Hautpflege und After-Sun
Versorgen Sie Ihre Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und sorgen Sie dafür, dass sie nicht austrocknet. Eine trockene, spröde Haut ist wesentlich anfälliger für Sonnenstrahlung. Auch nach dem Sonnenkontakt ist eine reichhaltige Hautpflege wichtig. Bevorzugen Sie dabei möglichst natürliche Produkte ohne Alkohol und Parfüm.

- Eine braune Haut hat nichts mit Gesundheit zu tun! Dies ist ein gefährlicher Irrglaube. Man sollte auf keinen Fall versuchen, um jeden Preis braun zu werden.

- Solariumbesuche stellen keine Alternative dar! Sie erhöhen nachweislich das Hautkrebsrisiko   
Laut Bundesamt für Strahlenschutz erhöht sich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken um bis zu 75 Prozent, wenn bereits vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig Solarien besucht werden.


Was ist mit Sonnencreme?

Auch das Thema Sonnencreme wird sehr kontrovers diskutiert. Für die einen ist sie unabdingbar, andere sind der Ansicht, dass sie gesundheitsschädlich oder sogar krebserregend sei.

Es gibt keine sicheren Belege dafür, dass Sonnenschutzcreme vor dem Melanom und dem Basaliom schützt.  Kein Sonnenschutz deckt das gesamte Spektrum der UVA- und UVB-Strahlung ab. Welcher Anteil dieser Strahlungen aber in welchem Maße zur Entstehung von Hautkrebs beiträgt, ist noch nicht geklärt.

Konventionelle Sonnencremes wird nachgesagt, dass sie hormonell wirksam sind. Außerdem kann es bei bestimmten Cremes zur Bildung polycyclischer Kohlenwasserstoffe (PAKs) aus Erdölbestandteilen und chemischen Lichtschutzfaktoren kommen. Diese stehen in Verdacht krebserregend zu sein.

Eine weitere Gefahr an Sonnencreme ist, dass der Anwender sich sehr sicher fühlt und deshalb oft den gesunden Menschenverstand ausschaltet. So liegen viele Urlauber dick eingecremt zur Mittagszeit am Strand und lassen sich die Sonne stundenlang auf den Rücken scheinen…

Zwei weitere Punkte sollten den kritisch denkenden Menschen zumindest skeptisch stimmen. Erstens schädigt chemische Sonnenschutzcreme Autolack unwiderruflich. Zum anderen schädigen die Inhaltsstoffe nach Ansicht von Forschern nachweislich Korallen und Meeresorganismen, was auf Hawaii sogar ein Verbot bestimmter Inhaltsstoffe zur Folge hatte. Kann die gleiche Creme dann für die so empfindliche menschliche Haut vollkommen unbedenklich sein?

Eine Alternative zu den konventionellen Sonnencremes mit ihren chemischen UV-Filtern stellen mineralische Sonnenschutzcremes dar.   

Auch die Natur hält einige Alternativen bereit. So haben zum Beispiel Sesamöl und Kokosöl einen natürlichen Lichtschutzfaktor und pflegen obendrein die Haut.  


Fazit: 
Der verantwortungsvolle Umgang mit der Sonnenstrahlung ist und bleibt ein sehr wichtiges und ernstzunehmendes Thema.
Durch ein vernünftiges Verhalten sollten Sonnenbrände in jedem Fall vermieden werden.
Die komplette Meidung der Sonne scheint sich aber gesundheitlich negativ auszuwirken. Auch die regelmäßige Anwendung chemischer Sonnenschutzcreme ist wahrscheinlich nicht ganz unbedenklich. Den besten Sonnenschutz bieten entsprechende Kleidung und das Meiden der Mittagssonne. Darüber hinaus sollte man die Dauer der Sonnenexposition individuell und vorsichtig dosieren.

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Gesund schlafen, erholt aufwachen

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Birgitt Bandelin

Was können Sie persönlich für die Verbesserung Ihres Schlafes tun?
Hier habe ich einige Anregungen für Sie zusammengestellt.

Ein gesunder Schlaf ist von vielen Faktoren abhängig. Eine große Bedeutung hat dabei unser persönlicher Lebensstil. Er beinhaltet genau jene Bedingungen und jenes persönliche Verhalten, welches Ihren gesunden Schlaf beeinflusst, positiv oder auch negativ.

Achten Sie auf einigermaßen regelmäßige Aufsteh- und Schlafenszeiten. Diese Zeiten sollten idealerweise nicht mehr als 30 Minuten von den gewöhnlichen Zeiten abweichen, auch nicht am Wochenende. Wichtige Körperfunktionen wie die Produktion der Hormone, die Atmung und der Kreislauf unterliegen einem gut auf einander abgestimmten Rhythmus. Gehen Sie daher jeden Tag in etwa zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie morgens um die gleiche Zeit auf, um die biologischen Rhythmen Ihres Körpers aufeinander abzustimmen.

Hilfreich sind Rituale, sie entspannen, beruhigen und können helfen, den Körper auf das Schlafen einzustimmen. Probieren Sie daher entspannungsfördernde Schlafrituale vor dem Zubettgehen aus. Erprobt und bekannt sind z.B. das Lesen eines Buches, eine Tasse warme Milch mit Honig oder ruhige Musik.

Zu lange Bettzeiten sind ungünstig für einen gesunden Schlaf. Bleiben Sie also nicht länger als nötig im Bett. Die meisten Menschen benötigen zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf. Gerade bei Einschlafstörungen kann ein längerer Mittagsschlaf das abendliche Sinken in Morpheus Arme stark verzögern.

Ihr Schlafzimmer sollte einem einzigen Bedürfnis genügen: Ihrem Schlaf! Nutzen Sie dieses Zimmer nicht als Büro. Entfernen Sie Ihre tägliche Arbeit aus dem Schlafraum und verzichten Sie auch auf den Fernseher oder andere digitale Geräte in diesem Raum.

Sorgen Sie unbedingt für Dunkelheit in Ihrem Schlafraum. Ihre Zirbeldrüse, die das schlafregulierende Hormon Melatonin produziert, arbeitet nur bei Dunkelheit optimal. Verbannen Sie daher alle Dauerlichtquellen aus Ihrem Schlafzimmer und sorgen Sie dafür, dass auch keine Lichtreize von außen an Ihren Schlafplatz gelangen. Falls dies nicht möglich ist, verwenden Sie eine Schlafbrille.

Hätten Sie das gedacht? Ihr Bett ist das wichtigste Möbelstück in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung. Denn Sie verbringen jedes Jahr etwa 4 Monate nur mit Schlafen. Eine schlafbiologisch und schlafmedizinisch optimierte Bettausstattung kann den Schlaf auf allen Ebenen zusätzlich verbessern. Schlafen Sie wie im Wald: metallfrei und antiallergisch. Suchen Sie sich Kissen und Zudecken, die Ihrem Kuschelbedürfnis genügen und trotzdem orthopädisch korrekt und biologisch aktiv sind.

Besonders elektrosensible Menschen sollten für eine elektrosmogarme Schlafumgebung sorgen. Deaktivieren Sie Ihren WLAN-Router während der Nacht! Verzichten Sie auch auf abendliche PC-Arbeit oder den Umgang mit dem Mobiltelefon Neben der Strahlung ist gerade das blaue Licht der Leuchtdioden schlafstörend. Auch Ihr TV-Gerät strahlt Lichtfrequenzen aus, welche die Bildung des wichtigen, schlafregulierenden Hormons Melatonin verzögern und hemmen. Etwa 2 Stunden vor der zu Bettgehzeit sollten Sie diese Lichtreize meiden. Probieren Sie eine Brille aus, die das blaue Licht filtert. Vermeiden Sie helles Licht, wenn Sie nachts wach werden oder auf die Toilette müssen. Dies kann das Einschlafen erschweren und die innere Uhr umstellen.

Achten Sie auf eine angenehme Atmosphäre sowie ein gutes Raumklima in Ihrem Schlafzimmer. Die individuelle Raumtemperatur zum Ein- und Durchschlafen liegt zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Sie sollten weder Schwitzen noch Frieren. Raumtemperaturen über 20 Grad erschweren das Einschlafen, da sich der Körper nicht ausreichend abkühlen kann.

Setzen Sie sich nachts nicht unter Zeitdruck, falls Sie einmal wach werden oder auf die Toilette gehen. Verbannen Sie Uhren aus Ihrem nächtlichen Blickfeld. Kontrollieren Sie nachts nicht die Zeit.

Immer wieder machen wir selbst die Erfahrung: wenn wir abends zu spät oder zu üppig essen, dann können wir schlechter einschlafen. Unser Körper ist zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist. Größere Mahlzeiten sollten daher mindestens 3 Stunden vor der Bettzeit zurückliegen.

Ausführliche Studien beweisen: Alkohol verhilft zu einem leichteren Einschlafen. Er beeinträchtigt aber messbar die Schlafqualität und führt gerade in der zweiten Nachthälfte oft zu Durchschlafproblemen. Die Erholungs-Qualität vermindert sich sehr stark.

Zahlreiche Studien bestätigen, dass regelmäßig ausgeübter Sport bzw. regelmäßige körperliche Bewegung den Schlaf und die Erholung fördern. Ein Mangel an körperlicher Aktivität kann (gerade auch bei älteren Menschen) zu Schlafstörungen führen. Körperliche Anstrengungen 2-3 Stunden bevor Sie sich betten stören den Schlaf. Bedenken Sie, dass starke körperliche Anstrengungen unser sogenanntes „Sympathisches Nervensystem“ anregen. Es braucht mehrere Stunden bis dieser negative Einfluss nachlässt. Ein kurzer, entspannender Abendspaziergang ist ein sehr guter Tipp.

Genauso wichtig wie richtiges Einschlafen ist auch das perfekte Aufwachen. Nach dem Aufstehen benötigen wir Tages- bzw. Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung. Ideal ist es, wenn man sich nach dem Aufstehen etwa eine halbe Stunde dem Tageslicht aussetzen kann. Das hilft, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren und hat zugleich eine stimmungsaufhellende Wirkung. Selbst an einem grauen, bedeckten Tag ist das Tageslicht draußen weit heller als die künstliche Raumbeleuchtung. Das hilft Ihnen das „Glückshormon“ Serotonin zu bilden. Aus diesem Serotonin wird dann am Abend das wichtige Schlaf- und Schutzhormon Melatonin produziert.

Wichtig: Falls Sie trotz dieser vielen Tipps über einen längeren Zeitraum nicht oder schlecht schlafen sollten, suchen Sie bitte einen Schlafmediziner auf. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Nehmen Sie auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum Schlaftabletten ein.

Gute Nacht!

Birgitt Bandelin, zertifizierter Schlaf-Gesund-Coach und Filialleitung bei SAMINA Hamburg

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Wenn sich die Seele wohl fühlt, ist der Körper gesund

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Ute Schlieper

Dein Körper ist das größte Geschenk, dass Du bekommen hast. Du hast nur diesen einen Körper, ein Leben lang. Warum geben wir die Verantwortung für unseren Körper und unsere Gesundheit oftmals ab? Bestimmen nicht mehr selbst, was gut für uns ist?

"Die Schulmedizin hat sich auf den Körper beschränkt und leistet hier im Reparaturbereich oft Wunderbares. Die Sorge um die Seele überlässt die Schulmedizin der Psychologie. Um den Geist kümmert sich schon immer die Theologie. Wer der Schulmedizin vorwirft, sie lasse die Seele nicht gesunden, ähnelt dem Besucher eines städtischen Schwimmbades, der sich über den mangelnden Meerblick beschwert. Der war ihm nicht versprochen worden. Genau wie die Medizin heute nicht mehr Heilung von Körper, Geist und Seele verspricht, sondern sich bescheiden auf gute Reparaturarbeit am Körper beschränkt." (Dr. Ruediger Dahlke)

Was Dr. Ruediger Dahlke hier so schön beschreibt, wusste bereits Hippokrates (ca. 460-370 vChr.): Wenn die Seele leidet, dann leidet irgendwann auch der Körper. Ein Verlust des harmonischen Gleichgewichts zwischen Organismus und Umwelt wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus. Krankheitssymptome sind immer ein Zeichen, dass etwas in unserem Körper nicht in Ordnung ist. Aber um ganzheitlich gesund zu sein, müssen Körper, Geist und Seele im Einklang sein.

Warum gehen wir also nicht achtsamer mit unserem Körper um?
Weil’s uns niemand beigebracht hat! In der Schule haben wir einiges gelernt, aber nicht, wie man mit dem Ding namens „Körper“ umgeht! Wir achten wenig darauf, welche Art von Nahrung wir zu uns nehmen, ob wir uns ausreichend und richtig bewegen, ob das, was wir tun, unserem Körper schadet oder gut tut. Wir achten nicht darauf, wie es in uns aussieht. Wie es unserer Seele geht. Auch das wird uns nicht beigebracht. Man nennt das übrigens Achtsamkeit, ein Begriff der gerade überall auftaucht. Achtsamkeit drückt genau das aus: bewusst wahrnehmen können, im hier und jetzt sein, Dich selbst wahrzunehmen.

Unser Körper ist ein geniales System! Fast alle Prozesse laufen automatisch in ihm ab. Er ist ein wahres Wunder. Und er kann sehr viel aushalten! Doch irgendwann signalisiert er uns, dass etwas falsch läuft: die Energie lässt nach, wir sind nicht fit, Krankheit oder Schmerz macht sich bemerkbar. Selbst dann achten wir oftmals nicht auf diese Signale unseres Körpers. Wir verschieben es. Wir nehmen uns nicht die Zeit dafür, die wirkliche Ursache für unser Leiden herauszufinden. Denn wir können das Symptom doch mal ganz schnell mit einem Medikament besiegen.

Und leider wird die Schulmedizin genau da langfristig nicht helfen. Denn sie hat sich drauf spezialisiert, wie eine Feuerwehr die Symptome zu löschen! Im besten Fall verschwindet die Krankheit erst mal. Die Schulmedizin behandelt, aber heilt nicht. 

Ohne Zweifel: die moderne Medizin kann Leben retten. Aber ist unser Gesundheitszustand heute dank medizinischem Fortschritt wirklich besser als vor einigen Jahrzehnten? Das Gegenteil ist doch eher der Fall: Schmerzen im Bewegungsapparat, Herz-/Kreislauferkrankungen, Adipositas, um zur ein paar Beispiele zu nennen, nehmen zu und treten immer früher auf.

Es gibt eine ganze Menge an Studien, die belegen, dass es mehr braucht als ein Medikament oder eine Operation um gesund zu werden. Alternative, zusätzliche Heilmethoden haben positive Auswirkungen auf die Genesung von Krankheiten. Es gibt viele hoffnungsvolle Ansätze, die dabei helfen, uns gesund zu machen. Leider werden diese Studien nur selten veröffentlicht. Denn weder die Pharmaindustrie noch unser Gesundheitssystem hätte Interesse daran.

Was uns allerdings bleibt: Wir können uns selbst helfen! Du allein hast die Wahl. Wir können unser Bewusstsein für Krankheitssymptome öffnen. Verstehen, was uns der Körper signalisieren möchte. Das erfordert natürlich die Bereitschaft, ehrlich mit sich selbst zu sein.

Folgende Fragen könnten Dir dabei helfen:

- Warum tritt dieses Symptom gerade jetzt auf?

- Woran hindert mich diese Symptom gerade?

Unser Bewusstsein ist nichts anderes als unsere seelische Ebene. Und der Geist ist unser Verstand. Wenn wir diese beiden Element bei der körperlichen Heilung mit einbeziehen, ist es möglich, Krankheiten zu heilen und langfristig ganzheitlich gesund zu sein.

Du kannst so vieles in Richtung Gesundheit selbst beeinflussen! Es liegt allein an Dir, was Du daraus machst. Übernimm’ selbst die Verantwortung für Deinen Körper und Deine Gesundheit. Es lohnt sich!


Ute Schlieper 

Expertin für Körper und Bewusstsein, Querdenkerin & Coach aus Leidenschaft

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Hier könnte Ihr Beitrag zum Thema Gesundheit stehen

Gepostet von Malte am

Haben Sie Interesse einen Gastbeitrag für A Spoon a Day zu schreiben? Ich suche interessante Beiträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Sie haben die Möglichkeit sich und Ihr Tätigkeitsfeld unter Gastautoren vorzustellen und zu verlinken.

Kontaktieren Sie mich gerne unter info@aspoonaday.de! Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

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WLAN - die unsichtbare Gefahr

Gepostet von Malte am

Fast jeder benutzt es und bei den meisten läuft es rund um die Uhr. Aber kaum jemand macht sich Gedanken darüber, ob sich die permanente Strahlenbelastung nicht eventuell negativ auf die Gesundheit auswirken könnte. Dabei gibt es bereits zahlreiche Studien, welche genau dies belegen.

Im Laufe der letzten Jahre habe ich Hunderte meiner Patienten gefragt, ob sie WLAN nutzen. Die Reaktion in weit über 90% der Fälle war ein erstaunter Gesichtsausdruck aufgrund der ungewöhnlichen Frage und ein „Ja“.
WLAN (Wireless Local Area Network) ist aus den meisten Haushalten nicht mehr wegzudenken. Es ist zugegebenermaßen auch sehr bequem und praktisch. Auf faszinierende Art und Weise werden große Datenmengen innerhalb von Sekundenbruchteilen über Funkwellen vom Router zum Smartphone, Tablet oder PC transportiert. Die WLAN-Signale durchdringen dabei sogar Betonwände. Logischerweise machen sie also auch vor dem menschlichen Körper und Gehirn nicht Halt und können sich hier in verschiedener Art und Weise negativ auswirken.

Wenn man WLAN-Strahlung mit speziellen Geräten hörbar macht, klingt es ähnlich wie ein Maschinengewehr. Die Router senden auch im Ruhezustand ständig gepulste Mikrowellenstrahlung mit etwa 10 Impulsen pro Sekunde.

Leider ist diese Taktung für den menschlichen Organismus kritisch und wie ein ständiges Störfeuer im Hintergrund zu sehen. Die Pulsung von 10 Hertz liegt genau im Bereich der sogenannten Alpha-Wellen unseres Gehirns. Da wir die Strahlung aber eben weder sehen noch hören können, ist sie auch nicht im Bewusstsein und die wenigsten Menschen kommen auf den Gedanken, den Router bei Nichtgebrauch auszuschalten.

Heutzutage leidet ein Großteil der Bevölkerung unter Symptomen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen, ständiger Müdigkeit oder Schlafstörungen. In den wenigsten Fällen würden die Betroffenen die Ursache in der ständigen Bestrahlung durch den nahegelegenen WLAN-Router suchen. Auch im Bewusstsein vieler Ärzte ist Elektrosmog als Ursache körperlicher Beschwerden noch nicht angekommen. Umweltmediziner raten jedoch zur Vermeidung von WLAN. Es gibt mittlerweile hunderte Studien, welche die Toxizität von WLAN-Strahlung belegen. Die erforschten negativen Auwirkungen reichen von Kopfschmerzen und Bluthochdruck, über verminderte Spermienproduktion bis hin zu Entzündungsreaktionen, oxidativem Stress und DNA-Schädigungen.
Auch auf das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen wirkt sich elektromagnetische Strahlung negativ aus. Neben einigen wissenschaftlichen Studien zum Thema gab es auch ein Experiment schwedischer Schülerinnen, welches eindrucksvoll demonstrierte, welche Auswirkungen WLAN auf lebende Organismen haben kann. 

Natürlich entstehen die Symptome am Menschen in der Regel nicht, wenn man einmal einige Stunden der WLAN-Strahlung ausgesetzt ist. Auch hier kommt es (ähnlich wie beim Sonnenlicht) auf die Dauer und Intensität der Bestrahlung an. Der menschliche Organismus hat gute Kompensationseigenschaften. Dennoch muss er permanent gegensteuern auf Kosten anderer natürlicher Mechanismen wie Regeneration etc.
So ist es vorstellbar, dass erste Symptome erst nach einigen Jahren des regelmäßigen Kontaktes mit der WLAN-Strahlung auftreten. Elektrosensible Menschen hingegen bekommen sofort Symptome (z.B. starke Kopfschmerzen), wenn sie mit der Strahlung in Berührung kommen. 

Selbst die Telekom warnt vor den eigenen Geräten: In den Sicherheitshinweisen der Gebrauchsanweisung des Routers Speedport W925V (3/2017) steht: “Vermeiden Sie das Aufstellen Ihres Speedport in unmittelbarer Nähe zu Schlaf-, Kinder- und Aufenthaltsräumen, um die Belastung durch elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten". Damit stellt sich die Frage: Wo soll der Router dann in einem üblichen Haus bzw. Wohnung aufgestellt werden? Mit diesem Hinweis geht die Telekom weiter, als es das Bundesamt für Strahlenschutz in seinen Empfehlungen tut. Es spricht nur von Aufenthaltsplätzen. Der Hinweis sieht nett aus, ist aber die Ersatz-Haftpflichtversicherung der Telekom, um Schadensersatzklagen wegen möglicher Gesundheitsschäden ausschließen zu können. (Quelle: Diagnose Funk)

Ich habe schon häufig das Argument gehört "Aber es ist doch sowieso überall Strahlung!?". Das ist richtig! Es macht aber einen großen Unterschied, ob der Nachbar sein WLAN laufen hat oder ich selbst. Der Abstand ist entscheidend! Eines meiner Gegenargumente lautet: "Ich atme in der Stadt auch ständig Abgase ein. Dennoch würde ich mich nicht in die Garage stellen und den Motor laufen lassen.."

Leider sind wir durch immer mehr WLAN-Hotspots, WLAN in öffentlichen Einrichtungen, Bussen und Bahnen etc. immer mehr elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt ohne darauf einen Einfluss zu haben. Umso wichtiger ist es wenigstens in den eigenen vier Wänden für eine Reduktion zu sorgen. 

Tipps für den Umgang mit WLAN:

- wenn Ihnen Ihre Gesundheit wichtig ist, verzichten Sie auf WLAN!
Gehen Sie wieder zu kabelgebundenen Lösungen über! Wenn dies vor Einführung des WLAN funktioniert hat, warum sollte es nicht auch jetzt funktionieren? Ich kann aus eigener Erfahrung berichten: Es geht!

- Schalten Sie das WLAN immer dann ab, wenn Sie es nicht benötigen! Mindestens aber nachts.

- Platzieren Sie den Router nicht in der Nähe von Kinderzimmern oder Aufenthaltsräumen und Arbeitsplatz!

- Besonders ernst nehmen sollte man das Thema, wenn Kinder oder Schwangere im Haushalt leben. Diese sind noch empfindlicher gegenüber der getakteten Mikrowellenstrahlung.

- Schalten Sie die WLAN-Funktion am Smartphone aus, wenn es nicht benötigt wird! Selbst für Smartphones lässt sich mit geigneten Adaptern eine LAN-Verbindung herstellen

- Deaktivieren Sie zusätzlich auch die WLAN/Bluetooth-Funktionen (oft voreingestellt) an Ihrem PC/Laptop/Tablet etc. i.d.R. über den Menüpunkt „Einstellungen“, bzw. deaktivieren Sie Ihre WLAN-Karte/- Stick.

- Klären Sie auch Ihre Mitmenschen, Nachbarn etc. auf! Je weniger eingeschaltete Router, desto weniger Elektrosmog!

DLAN (/POWERLINE/ PLC) stellt leider keine Alternative dar

Quellen und weitere Informationen zum Thema:
https://www.diagnose-funk.org 
https://www.strahlend-gesund.de/
https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Mobilfunk/Tipps_WLAN_2018.pdf

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Nehmt das Handy weg vom Kopf!

Gepostet von Malte am

Ob in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Straße; überall sieht man telefonierende Menschen. Leider wissen diese meist nicht, dass sie ihrer Gesundheit damit wahrscheinlich auf Dauer schaden.

Mitte bis Ende der 90er Jahre wurden Mobiltelefone in Deutschland eingeführt. Heutzutage besitzen fast 80% der Deutschen ein Smartphone.  Die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer beträgt 2,1 Stunden. Junge Menschen verbringen oft doppelt so lange am Smartphone.

Dabei macht es einen großen Unterschied, wie man das Smartphone nutzt bzw. was man damit macht. Bei eingeschaltetem Flugmodus geht keine Strahlung vom Gerät aus und es kann bedenkenlos zum Musikhören oder als Wecker genutzt werden. Die meisten Nutzer machen sich aber keinerlei Gedanken über eventuelle negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Alle möglichen Funktionen wie WLAN, Bluetooth, Mobile Daten oder GPS bleiben dauerhaft eingeschaltet und vervielfachen die Strahlung, welche vom Gerät ausgeht.

Die größte Strahlenbelastung entsteht beim Telefonieren mit dem Smartphone. Hier sollte die Gesprächsdauer so gering wie möglich und der Abstand so groß wie möglich gehalten werden. Sogar aus den Gebrauchsanweisungen der Smartphonehersteller geht hervor, dass man die Geräte während des Telefonates nicht direkt ans Ohr halten sollte!

Für Vieltelefonierer besteht ein erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken. Der Zusammenhang wurde 2017 von einem italienischen Gericht als erwiesen angesehen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Mobilfunkstrahlung als "möglicherweise krebserregend" eingestuft. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) ging sogar bereits 2011 einen Schritt weiter und stufte Handystrahlung nach einer umfangreichen Überprüfung als "wahrscheinlich krebserregend" ein.  
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Studien, welche negative Auwirkungen auf die menschliche Gesundheit belegen. Die Regierungen und die Mobilfunkkonzerne spielen jedoch die Risiken aus wirtschaftlichen Interessen herunter und berufen sich auf die Einhaltung von Grenzwerten.

Bei Kindern und Jugendlichen sollte man das Thema noch ernster nehmen. Sie befinden sich noch im Wachstum und sind daher empfindlicher gegen Umwelteinflüsse und Strahlung. Da die Köpfe kleiner und die Schädelknochen dünner und weicher sind dringt die Strahlung nachweislich tiefer ins Gehirn ein.

Vor diesem Hintergrund ist es für mich schwer zu ertragen, wie sorglos mit Smartphones umgegangen wird und oft viel zu lange telefoniert wird. Hier bedarf es dringend Aufklärung. 


Tipps für den Umgang mit dem Smartphone:

- Telefonieren Sie so kurz wie möglich! Das Smartphone ist kein Festnetzersatz!

- Halten Sie das Gerät nicht direkt an den Kopf! Halten Sie mindestens 15 mm Abstand!

- Nutzen Sie so häufig wie möglich die Freisprecheinrichtung!

- Headsets/Kopfhörer sind leider keine geeignete Option, da die Strahlung über die Kabel direkt ans Ohr geleitet wird. Eine strahlungsarme Alternative sind sogenannte Airtubes.

- Je besser der Empfang, desto geringer ist die Strahlenbelastung.

- Die Antenne sollte während des Telefonates nicht abgedeckt werden.

- Achten Sie beim Kauf darauf ein möglichst strahlungsarmes Smartphone zu wählen!

- Tragen Sie Ihr Smartphone nicht direkt am Körper und schalten Sie alle Funktionen aus, die Sie momentan nicht benötigen!

- im Schlafzimmer hat das Smartphone nichts zu suchen. Wenn Sie es als Wecker benutzen, schalten Sie unbedingt über Nacht den Flugmodus ein!


Weitere Tipps und Informationen:

www.diagnose-funk.org

www.strahlend-gesund.de

www.bund.net

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Elektrosmog - Risiken ernst nehmen!

Gepostet von Malte am

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Thema, welches mir persönlich sehr am Herzen liegt.

Elektrosmog und Strahlungbelastung nehmen in den letzten Jahren kontinuierlich zu, während das Bewusstsein für eventuelle Gefahren immer mehr in den Hintergrund rückt. Die Nutzung von Smartphones, Tablets und WLAN ist mittlerweile aus dem Alltag der meisten Deutschen nicht mehr wegzudenken. Neue Sendemasten schießen wie Pilze aus dem Boden um die hohe Nachfrage nach Datenvolumen zu befriedigen. Leider macht sich aber kaum jemand mehr Gedanken darüber, ob die ständige Nutzung irgendwelche gesundheitlichen Risiken mit sich bringt. Dazu trägt auch die Politik bei, welche aus ökonomischen Interessen die Gefahren herunterspielt und sich auf die Einhaltung von Grenzwerten beruft. 

Elektromagnetische Felder und Strahlung sind etwas vollkommen natürliches und der Mensch hat im Laufe der Evolution gelernt sich an die natürliche Erdstrahlung anzupassen und damit umzugehen. Es gibt also Resonanzbereiche zwischen dem menschlichen Körper und der elektromagnetischen Strahlung. Seit Einführung eines flächendeckenden Mobilfunknetzes vor etwa 25 Jahren und ständig neuen Formen wie WLAN, Bluetooth etc. werden wir aber zunehmend mit Frequenzen bestrahlt gegen die der menschliche Körper keine natürlichen Schutzmechanismen aufbauen konnte. Dieser unnatürliche Elektromagnetismus ist nun permanent um uns herum, vergleichbar mit einem ständigen Hintergrundlärm. Das tückische daran ist, dass man die Strahlung weder hören noch sehen und in der Regel auch nicht spüren kann. Dennoch belastet sie den menschlichen Organismus. 
Das Gehirn und die Zellen können also mit dieser neuen und unnatürlichen Form der Strahlung nichts anfangen. Im Gegenteil: sie belastet den Körper und es kommt zu einem ständigen Gegensteuern. Die Folge ist ein Absinken des Energieniveaus. Regenerationsprozesse werden gestört oder verlangsamt. Die Folgen und Symptome können sehr vielfältig sein, da jeder Mensch individuell reagiert bzw. seine eigenen Schwachstellen hat. So kann es zu Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Blutdruckschwankungen und Atemnot kommen. Auf Hormonebene kommt es zu erhöhten Ausschüttungen des Stresshormons Cortisol und zu Störungen der Melatonin-Produktion. Gereiztheit und Schlafstörungen können daraus resultieren. Eine Schwächung des Immunsystems führt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit. Durch das permanente "Störfeuer" wird das Nervensystem gereizt und angegriffen. Dies kann zu muskulären Verspannungen und Schmerzen am gesamten Bewegungsapparat führen. Heutzutage hat ein Großteil der Bevölkerung funktionelle Beinlängendifferenzen und Beckenschiefstände. Da die Steuerung der Haltung und des Muskeltonus im Gehirn geregelt wird, ist es auch hier plausibel die Ursache in der Störung der zuständigen Areale durch Elektrosmog zu suchen. Beim Patienten welcher soeben durch therapeutische Intervention "begradigt" wurde, reicht oft allein das Halten eines eingeschalteten Handys um ihn innerhalb kürzester Zeit wieder in seine Fehlhaltung abgleiten zu lassen.

Die Sensibilität auf Elektrosmog ist natürlich sehr unterschiedlich. Aber auch bei Menschen, welche (noch) keinerlei Effekte verspüren finden nachweislich körperliche Veränderungen statt. Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass die Dauer der Strahlenexposition ein wichtiger Faktor ist. Oft dauert es 3-5 Jahre bis erste Symptome auftreten.

Das Telefonat mit dem Handy/Smartphone direkt am Ohr bzw. Kopf stellt von allen Anwendungen die größte Gefahr dar. Zahlreiche Studien belegen ernstzunehmende Zusammenhänge zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und der Entstehung von Krebs. Auch der italienische oberste Gerichtshof stellte einen direkten Zusammenhang fest. Mittlerweile hat auch die WHO Mobiltelefone als "möglicherweise krebserregend" eingestuft.

Ein weiterer recht dramatischer Effekt des Telefonierens mit dem Handy könnte eine Manipulation der Blut-Hirn-Schranke sein. Durch das Herabsetzen dieser Lebenswichtigen Barriere können Krankheitserreger und Schadstoffe ins Gehirn eindringen. Dies kann unter Umständen die Entstehung von Parkinson und Demenz fördern. 

Das Thema Elektrosmog und Strahlung ist und bleibt ein umstrittenes Thema. Bis jetzt sind keinerlei Langzeitwirkungen bekannt. Die Regierung, die zuständigen Behörden und die Mobilfunkbetreiber gehen von einer Unschädlichkeitsvermutung aus. Das heißt sie würden erst reagieren, wenn die negativen Folgen glasklar bewiesen sind. 
Ich persönlich möchte nicht an diesem Experiment auf Kosten unserer Gesundheit teilnehmen.  
Deshalb empfehle ich dringend bewusster mit Smartphones, WLAN etc. umzugehen und die Risiken ernst zu nehmen.


Weitere Informationen:


Aktueller Beitrag auf ARTE mit wertvollen Tipps zur Strahlungsreduktion

Studien zum Thema

Internationaler wissenschaftlicher Appell

7 einfache Smartphone-Tipps für weniger Strahlung

www.diagnose-funk.org

www.bund.net

www.strahlend-gesund.de

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7 einfache Smartphone-Tipps für weniger Strahlung

Gepostet von Malte am

von Dipl.-Ing. Michael Mumm

Flugmodus
Der Flugmodus schaltet das Mobilfunk-Modul (2G (GSM), 3G (UMTS), 4G (LTE)) ab. Das betrifft alle Dienste der SIM-Karte, also Ihres Mobilfunkanbieters.
In den meisten Fällen, schaltet der Flugmodus gleichzeitig WLAN und Bluetooth ab. Bei neueren Geräten ist dies seltener der Fall. Dort werden diese beiden Funkmodule häufig sogar bei aktivieren des Flugmodus eingeschaltet. Achten Sie bei Ihrem Gerät darauf, was passiert, wenn Sie den Flugmodus einschalten.
Im Flugmodus sind Sie weder telefonisch, noch per SMS, Whatsapp oder per Email erreichbar. Alle Offline-Funktionen Ihres Smartphones, wie die Kamera, den Wecker und andere Offline-Apps können Sie weiterhin nutzen.
Meine Empfehlung: Nutzen Sie den Flugmodus auf jeden Fall nachts. Setzen Sie ihn anstelle der Stumm-Funktion ein. In Situationen, in denen Sie bisher die Stumm-Funktion nutzen, ist der Flugmodus die bessere Wahl. Dadurch vermeiden Sie gleichzeitig den psychologischen Stress der ständigen Erreichbarkeit und den physischen Stress der Strahlung.
 

Mobile Daten
UMTS (3G) oder LTE (4G) liefern Ihnen mobiles Internet aufs Smartphone. Welchen dieser Dienste Ihr Smartphone nutzt, entscheidet es ab Werk automatisch. Beides wird in den Einstellungen in der Regel unter dem Begriff „Mobile Daten“ zusammengefasst. Sind die Mobilen Daten abgeschaltet, strahlt Ihr Smartphone wesentlich seltener (siehe Grafik).
Bei abgeschalteten Mobilen Daten sind Sie weiterhin telefonisch und per SMS erreichbar.
Meine Empfehlung: Lassen Sie die mobilen Daten stets abgeschaltet. Schalten Sie sie nur bei Bedarf ein, um Nachrichten abzurufen und zu verschicken und schalten die Mobilen Daten im Anschluss sofort wieder ab. Dadurch sparen Sie Datenvolumen, störende Meldungen durch Nachrichten und vor allem physischen Stress durch die „Dauer“-Strahlung.
 

WLAN
Aus physischer Sicht ist WLAN die vermutlich gefährlichste Strahlung. Bisherige Studien und die Erfahrungsberichte Elektrosensibler bestätigen dies. Viele lassen das WLAN aus Bequemlichkeit und Unachtsamkeit dauerhaft eingeschaltet. Dadurch wird Ihr Körper durch die Strahlung einem störenden Dauerstress ausgesetzt, der Akku des Smartphones leert sich schneller und Ihr Smartphone loggt sich automatisch in jedes bekannte WLAN-Netzwerk ein, an dem Sie gerade vorbeikommen, wodurch Hacker, die gerade im selben WLAN-Netzwerk eingeloggt sind, ein leichtes Spiel haben, Sie auszuspionieren bzw. Ihr Gerät zu manipulieren.
Meine Empfehlung: Lassen Sie ihr WLAN ausgeschaltet, schalten es nur bei echtem Bedarf und sicherem WLAN-Netz ein und nach Nutzung sofort wieder ab.
 

Bluetooth
Verwendet wird es üblicherweise für die Freisprecheinrichtung im Auto und für die Verbindung zu Bluetooth-Boxen zum Abspielen von Musik. Bluetooth arbeitet mit der selben Frequenz wie WLAN und folgt diesem in Sachen biologischem Stress. Genau wie beim WLAN lassen es viele Smartphone-Nutzer achtlos permanent eingeschaltet mit den selben energetischen und physischen Konsequenzen wie beim WLAN.
Meine Empfehlung: Lassen Sie ihr Bluetooth ausgeschaltet, schalten es nur bei echtem Bedarf ein und nach Nutzung sofort wieder ab.
 

NFC
Ein Nahverkehrsfunk ähnlich RFID. Kann bspw. zum mobilen Bezahlen genutzt werden. NFC ist eine sehr unsichere Technik. Jeder Hacker in Ihrer Nähe kann damit ohne Ihr Wissen Zugangsdaten und Passwörter stehlen und im schlimmsten Fall über Ihr Konto einkaufen.
Meine Empfehlung: Hat Ihr Smartphone NFC, sollten Sie es abstellen. Neben der unnötigen Strahlenbelastung stellt es ein zu großes Sicherheitsrisiko dar.
 

GPS
Fast alle Smartphones besitzen ein GPS-Modul. Nur in seltenen Fällen handelt es sich um ein aktives GPS-Tracking, das ein Funksignal sendet. In der Regel handelt es sich um einen reinen Empfänger, der keinerlei Funkstrahlung abgibt. GPS ist demnach auch im Flugmodus und bei abgeschaltetem WLAN und Bluetooth verwendbar.
Meine Empfehlung: Installieren Sie sich eine Navigations-App, mit der Sie Offline-Karten herunterladen und verwenden können. Gute Apps dafür sind bspw. OSMAND, MapFactor Navigator oder HERE.
 

Headsets
In vielen Tipps zur Strahlenreduktion werden Headsets empfohlen. Bluetooth-Headsets sind dabei die schlechteste Alternative, da diese ebenfalls senden und beim Smartphone damit zusätzlich Bluetooth eingeschaltet sein muss. Verkabelte Headsets sind wunderbare Antennen und leiten die Funkstrahlung Ihres Smartphones und jedweder Mobilfunk und WLAN-Strahlung der Umgebung über das Kabel an die Stöpsel im Ohr weiter. In vielen Fällen sind die Strahlungswerte am Kopf dadurch ebenfalls sehr hoch.
Meine Empfehlung: Nutzen Sie statt Headsets nach Möglichkeit die Freisprechfunktion Ihres Smartphones und halten bzw. stellen das Gerät während des Gesprächs auf Abstand. Abstand reduziert die Strahlungsbelastung am meisten.

Weitere Tipps unter www.strahlend-gesund.de

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Krebsprävention: Diese Nahrungsmittel sollten wir täglich essen

Gepostet von Malte am

Der kanadische Arzt Prof. Dr. med. Richard Béliveau ist einer der weltweit führenden Krebsforscher und veröffentlichte bereits zahlreiche Studien. Nach über 30 Jahren molekularbiologischer Forschung lässt sich sagen, dass etwa 75% der Krebserkrankungen durch rechtzeitige und gezielte Prävention verhindert werden können. Einen entscheidenden Beitrag spielt hierbei die Ernährung.   

Zusammen mit seinem Kollegen Dr. med. Dennis Gingras schrieb Dr. Béliveau das Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren". In diesem Buch fassen die beiden Mediziner den aktuellen Forschungsstand zusammen und listen die wichtigsten Lebensmittel zur Krebsprävention auf.


Folgende Nahrungsmittel sollten laut der beiden Autoren möglichst täglich auf dem Speiseplan stehen:

- 100 g Rosenkohl oder Brokkoli oder Blumenkohl  

- 100 g Spinat oder Salat oder Kräuter   

- 100 g Zwiebeln oder Schallotten oder Lauch

- 2 Knoblauchzehen  

- 100 g Soja  bzw./oder Edamame  

- 1 Teelöffel frisch gemahlene Leinsamen    

- 1 Esslöffel Tomatenmark  

- 1 Teelöffel Kurkuma 

- 100 g Beeren  (gerne dunkle Beeren. Auch Tiefkühl)

- 100 g Trauben  

- 25 g dunkle Schokolade (mindestens 70%)   

- 100 ml Zitrusfrüchtesaft  

- 3x 250 ml Grüner Tee   

- 1 Glas Rotwein (Ein Glas pro Tag halte ich persönlich für etwas viel..)


Generell gilt:

- je abwechslungsreicher der Speiseplan, desto besser. 

- das Gemüse möglichst schonend zubereiten, um die Vitamine zu erhalten

- wenn möglich regional, saisonal und bio einkaufen! Gemüse aus biologischer Landwirtschaft hat nachweislich wesentlich höhere Vitalstoffgehälter und weniger Pestizidrückstände

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Frische Kräuter - gesund und lecker

Gepostet von Malte am

Wenn man an gesunde Ernährung denkt, kommen einem meistens zuerst frisches Gemüse und Obst in den Sinn.
Frische Kräuter werden dagegen von vielen Menschen vernachlässigt. Stattdessen kommen getrocknete Kräuter aus der Dose zum Einsatz. Dabei bieten frische Kräuter viele Vorteile und lassen sich im eigenen Garten, auf dem Balkon oder sogar auf der Küchenfensterbank  problemlos selbst anpflanzen. 

Die gesundheitliche Wirkung von Kräutern wird schon seit Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen geschätzt. In Europa trug Hildegard von Bingen mit ihren naturheilkundlichen Schriften dazu bei die Kräuterlehre zu verbreiten. Auch Hippokrates und Sebastian Kneipp waren prominente Verfechter. Nachdem die Schulmedizin sich  jahrzehntelang eher auf chemische Medikamente konzentrierte gewinnt die Kräuterheilkunde heute wieder zunehmend an Bedeutung. 

Frische Kräuter sind besonders Reich an Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie enthalten ätherische Öle, Farbstoffe,wie Flavonoide , und Bitterstoffe.  Außerdem enthalten sie verschiedenste Vitamine und Mineralstoffe. 
Die Kräuter lassen sich sowohl zum Verfeinern von Gerichten, als Zutat für (grüne) Smoothies oder zum Aufbrühen von Tees verwenden. Auch eine äußerliche Anwendung ist möglich  


Hier einige beliebte Kräuter:

-Petersilie: ist reich an Vitamin C und Chlorophyll. Wirkt entwässernd und entgiftend. Außerdem wirkt Petersilie regulierend auf den Blutdruck. 

- Dill: wirkt verdauungsfördernd und hilft bei Magenkrämpfen und Mentruationsbeschwerden . Soll außerdem bei Appetit- und Schlaflosigkeit hilfreich sein. Lecker im Gurkensalat. 

- Basilikum: wirkt durchblutungsfördernd, antibakteriell und entzündungshemmend. Der Klassiker: Tomate mit Mozarella und Basilikum

Rosmarinwirkt antioxidativ und soll die Gedächnisleistung und Konzentration fördern. Ein  leckeres und bekanntes Rezept sind Ofenkartoffeln mit Rosmarin. Dazu natürlich frischer Kräuterquark

- Oreganoist ein natürliches Antibiotikum und kann außerdem entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und schmerzstillend wirken. 

- Salbei: wirkt antibakteriell und ist ein bewähtes Hausmittel gegen Halsschmerzen und Heiserkeit.

-Thymian: ist sehr wirksam gegen Bakterien und Viren und ein gutes Hustenmittel.


Neben dieser kleinen Auswahl gibt es noch viele weitere leckere und gesunde Gartenkräuter

Aber auch vermeintliches Unkraut wie Brennessel  und Löwenzahn  haben einen sehr guten gesundheitlichen Nutzen und lassen sich hervorragend in Smoothies verwenden  

Wenn Sie planen Kräuter zu pflanzen, ist es ratsam sich im Vorfeld ein wenig zu informieren und sich vielleicht einen speziellen Ratgeber zu besorgen. Die verschiedenen Kräuter haben unterschiedliche Bedürfnisse (Licht, Halbschatten etc.) welche es zu berücksichtigen gilt.

Und hier noch ein paar Tipps vom NDR-Fernsehgärtner

Viel Erfolg und guten Appetit!

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Gesund und schlank durch Intervallfasten

Gepostet von Malte am

Intervallfasten, intermittierendes Fasten oder auch Kurzzeitfasten ist eine moderne Form des Fastens, deren positive Auswirkung auf die Gesundheit durch neueste wissenschaftliche Studien bestätigt wurde.

Die Menschen der westlichen Zivilisation sind heutzutage einem ständigen Überangebot an Nahrungsmitteln ausgesetzt. Hunger ist für viele ein Fremdwort. Ständige Zwischenmahlzeiten und eine sehr kohlenhydratlastige Ernährungsweise sorgen dafür, dass unser Verdauungssystem und Stoffwechsel kaum noch zur Ruhe kommen. Die Folge ist eine stetige Zunahme an Übergewicht und Zivilisationskrankheiten wie dem metabolischem Syndrom, auch bedingt durch einen zusätzlichen Bewegungsmangel.  

Dabei liegt es nicht unbedingt in der Natur des Menschen regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen und permanent satt zu sein. In der Geschichte der Menschheit mussten unsere Vorfahren regelmäßig längere Hungerphasen überwinden. Auf der Suche nach Nahrung wanderten sie viele Stunden täglich ohne Mahlzeiten und zehrten dabei von ihren Fettreserven.
Heute sind wir durch die ständige Verfügbarkeit und unser modernes Essverhalten an eine permanente Energiezufuhr gewöhnt. Fällt diese doch einmal weg, kommt es schnell zum Gefühl der Unterzuckerung, zu Heißhungerattacken und Gereiztheit. 

Durch bewusste Fastenpausen lässt sich der Körper aber langsam wieder an seine natürliche Möglichkeit der Energieverwertung und den Verbrauch seiner körpereigenen Reserven heranführen.

Fasten wird in der Naturheilkunde bereits seit Jahrhunderten angewandt. Die Forschungsergebnisse des Japanischen Zellbiologen Yoshinori Ohsumi, wofür er 2016 den Nobelpreis erhielt, haben dazu beigetragen, dass es nun auch in der modernen Wissenschaft und Medizin eine große Anerkennung bekommt.

Was ist intermittierendes Fasten?
Im Gegensatz zum Heilfasten, wird beim intermittierendem Fasten nicht über Tage bis Wochen gefastet, sondern nur phasenweise. Auf die Fastenphasen in der die Nahrungsaufnahme vollständig eingestellt wird folgt eine Phase mit normalen Essgewohnheiten

Sollten Sie unter gesundheitlichen Problemen leiden, sprechen Sie vor der Aufnahme des Fastens mit Ihrem Arzt!

16/8-Methode
Diese Methode eigenet sich gut für Einsteiger. Bei der 16/8-Methode (auch Lean Gains-Methode) verzichtet man 16 Stunden am Stück aufs Essen. 8 Stunden lang darf man normal Nahrung zu sich nehmen. Dies können Sie zum Beispiel erreichen, indem Sie das Frühstück ein bisschen später zu sich nehmen und das Abendessen früher, oder Sie lassen einfach eine Mahlzeit ausfallen. Man fastet zum Beispiel von 20 Uhr bis um 12 Uhr des Folgetages und lässt das Frühstück einfach ausfallen. Das Schöne daran ist dass ein Großteil der Fastenzeit in der Schlafenszeit liegt.

Die Umsetzung:

Es ist sehr simpel:

- Während Ihrer Fastenzeit  essen Sie mindestens 16 Stunden nichts.

- Trinken sie nur Wasser und ungesüßten Tee. Morgens ist auch eine Tasse Kaffee ok. Achten Sie unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr!

- Keine Obst-, Gemüsesäfte oder Brühe!

- Notfall-Tipp: Eine Handvoll Mandeln, Walnüsse oder Cashews

- Wenn Ihnen die lange Essenspause für den Anfang zu lang ist, können Sie natürlich auch mit kürzeren Intervallen beginnen. Ein erster Schritt wäre die Zwischenmahlzeiten auszulassen.

7/1- bzw. 7/2-Methode
Eine andere Möglichkeit des Intermittierenden Fastens ist es, einen oder sogar zwei Tage pro Woche 24 Stunden nichts zu essen, um effektiv Fett abzubauen. An allen anderen Tagen der Woche essen Sie ganz normal.

Warum ist das intermitttierende Fasten ratsam?
Das Intermittierende Fasten ermöglicht Ihnen relativ gezielt Fett abzubauen. 
Zudem findet während der Fastenzeit die sogenannte „Autophagie“ im Körper statt. Das Immunsystem des Körpers stellt sich auf einen Selbstreinigungsprozess ein. Dabei werden kranke und beschädigte Zellbestandteile von alten Zellen resorbiert und für neue Aufbauprozesse umgebaut bevor diese zum Beispiel entarten und als Tumorzelle wuchern. Unsere Zellen reinigen sich damit selbst.
Solange der Körper ständig mit Kalorien und ganz besonders mit Kohlenhydraten versorgt wird, schüttet er permanent Insulin aus. Dieses hemmt die Autophagie und wird somit in Zusammenhang mit Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Arteriosklerose  und Krebs gebracht.

Wie lange sollte ich das Intermittierende Fasten durchführen?
Das intermittierende Fasten lässt sich, im Gegensatz zum Heilfasten, theoretisch auch dauerhaft durchführen. Da man sich in der "Essenszeit" weiterhin ausgewogen ernährt, kommt es zu keinerlei Mangelerscheinungen. Vorausgesetzt, dass die Kalorienzufuhr und Nährstoffzufuhr ausreichend ist.
Man kann das intermittierende Fasten aber natürlich auch phasenweise z.B. mehrfach im Jahr über einige Wochen durchführen.

Intermittierendes Fasten mit intensivem Training kombinieren
Intensives Training, verstärkt den Effekt des Intermittierenden Fastens. Da sich der Körper bereits in der Fettverbrennungsphase befindet, verbrennt jede zusätzliche Aktivität Fett. Nutzen sie an Fasten-Tagen jede Möglichkeit in Bewegung zu bleiben. Nehmen sie zum Beispiel die Treppe, statt der Rolltreppe und machen sie einen Spaziergang. Absolvieren Sie ein Training als perfekte Ergänzung an einem Fastentag. Ihr Stoffwechsel wird so zusätzlich angekurbelt. Ideal sind ein bis zwei kurze und intensive Trainingseinheiten pro Woche.

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie mich gerne!

Lisa Müller
 

l.mueller@soma-studio.de
www.soma-studio.de

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Fit mit dem richtigen Fett - natürlich mehr Vitalität durch das flüssige Gold der Pflanzen

Gepostet von Malte am

Das flüssige Gold wird für viele Funktionen im Körper gebraucht. Unsere Zellen nehmen dieses dankbar auf und bedienen damit unseren Stoffwechsel sowie wichtige Körperfunktionen. Auch für unsere Haut und unsere Haare sind Öle sehr gut. Und noch ein Tipp: Das richtige Öl macht nachweislich schlank!

Fett ist nicht gleich Fett. Sehr häufig greifen wir beim Einkaufen zu den gesättigten Fettsäuren, diese sind in
Fleisch, Wurst und Vollmilchprodukten, insbesondere in Margarine, Butter, Käse und Sahne enthalten. Der
übermäßige Verzehr der gesättigten Fettsäuren kann zu Herz-Kreislauf - Erkrankungen sowie zu
Stoffwechselerkrankungen führen.
Pflanzenöle speichern Energie und spenden Wärme. Des weiteren versorgen Sie unseren Organismus mit
wichtigen Vitaminen. In Speisen übernehmen Sie eine Transportfunktion für die enthaltenen Vitamine.
Zum Beispiel: Karotten enthalten viel Karotin, diese Vorstufe von Vitamin A kann vom Körper kaum
aufgenommen werden. Ein Teelöffel Öl an die gedünsteten Karotten, löst das Karotin und macht es für den
Körper verfügbar.
In natürlichen Pflanzenölen sind auch die essentiellen Fettsäuren Linol- und Linolensäure enthalten.
Diese kann der Körper nicht selbst herstellen.
Es gibt eine Art der ungesättigten Fettsäuren die mit ganz speziellen Eigenschaften ausgestattet ist. Die
Omega 3-Fettsäuren. Nach derzeitigen Wissenstand können Sie Entzündungen hemmen und Zellen und
Gewebe schützen. Diese sind vor allem im Lein- Hanf-, Wall nuss- und Weizenkeimöl enthalten.
Das empfohlene Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3 Fettsäuren sollte etwa 5:1 betragen.
Leinöl ein wiederentdecktes und geschätztes Pflanzengold.
Allerdings ist Leinöl nicht gleich Leinöl! Wenn der Nachgeschmack bitter ist, sollte es nicht mehr verwendet
werden. Hochwertiges Leinöl schmeckt nussig und lecker zu Pellkartoffeln mit Quark.
Tipps zum täglichen Gebrauch;
Bei der Lagerung von Pflanzenölen unbedingt auf die begrenzte Haltbarkeit achten, vor allem bei den
Sorten mit hohen Anteil ungesättigten Fettsäuren. Die Öle kühl und dunkel im Kühlschrank lagern.
Die Auslauftemperatur mechanisch kaltgepresster, nativer Öle liegt bei höchstens 40 C.
Dadurch entsteht keine Qualitätsbeeinträchtigung!
Es gibt mehr als 30 Ölsorten, die eine Bereicherung für viele Gerichte sind.
Fazit: Hochwertige Öle, sorgfältig und schonend aus Biosamen und Früchten gepresst und
anschließend in Flaschen gefüllt und verpackt, ist ein sehr wertvolles Nahrungsmittel!

Kirsten Fürstenberg
Die Expertin für Effektive Mikroorganismen (EM)
Kontakt:kfuerstenberg@em-hamburg.de
www.em-hamburg.de

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Vitamin D: Wundermittel oder Gesundheitsgefahr?

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von René Gräber

Vitamin D ist ein wichtiges Hormon.
Hormon? In der Tat ist seine Bezeichnung "Vitamin" D nur historischen Gründen verdankt.

Denn Vitamine sind in der Regel essenzielle Stoffe, die der Körper nicht selbst produzieren kann und daher über Nahrungsmittel etc. zugeführt werden müssen. Vitamin D jedoch wird vom Körper selbst synthetisiert, wozu er aber in erster Linie UVB-Strahlung aus dem Sonnenlicht benötigt.

Diejenigen, die in einer sonnenarmen Gegend leben, müssen dann den Vitamin-D-Bedarf über entsprechend Vitamin-D-haltige Nahrungsmittel abdecken. Dies ist nicht einfach, da nur wenige Nahrungsmittel Vitamin D enthalten, und das zumeist auch in unzureichenden Mengen. Hier ist also ein Vitamin-D-Mangel „vorprogrammiert“.

Warum ist Vitamin D so wichtig?

Vitamin D ist wichtig für die Knochen. Beziehungsweise ohne Vitamin D kommt es bei Kindern (und Erwachsenen) zu Rachitis. Also hat Vitamin D etwas mit dem Aufbau des Knochenmaterials zu tun. Aber der Mensch besteht nicht nur aus Knochen.

Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, bei denen auffällig häufig ein gleichzeitiger Vitamin-D-Mangel zu beobachten ist. Dieses zeitgleiche Auftreten ist kaum noch mit dem Zufall zu erklären.

Muskelschmerzen und Fatigue und gleichzeitiger Vitamin-D-Mangel sind häufig beobachtet und in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben und untersucht worden (Vitamin D - Ein Hype? Eine Legende? Warnung und Kritik nehmen zu. Ein Faktencheck). Eine Behandlung mit hochdosierten Vitamin D kann zu einer signifikanten Verbesserung von Fatigue und Muskelschmerzen führen.(Hochdosiert heißt kurzzeitig rund 150.000 Einheiten pro Woche).

Andere Erkrankungen, die mit einem Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht werden, sind Brustkrebs und Hautkrebs. Dazu hatte ich bereits ausführlich in folgenden Beiträgen Stellung genommen:

Böse Sonne, gute Sonne - neue Erkenntnisse zum Vitamin D

Die (überraschende) Ursache für Hautkrebs

Vitamin D und Brustkrebs

Das ist aber noch nicht alles! Darüber hinaus gibt es weitere Verbindungen zu anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen:

Vitamin D Mangel bei Autismus, Multiple Sklerose und Schwangerschaft

Alzheimer und Demenz: Vitamin D Mangel wichtige Ursache

Und noch weitere Erkrankungen sind im Gespräch, wenn es um Vitamin-D-Mangel geht.

Als da wären:

- Immunschwäche,

- Diabetes,

- Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

- und auch (generell) Krebserkrankungen.

Oder mit anderen Worten: Die bekannten chronischen Erkrankungen, oft auch als „Zivilisationskrankheiten“ verharmlost, scheinen in ihrer Entwicklung von einem Vitamin-D-Mangel zu profitieren.

Ist eine Substitution notwendig?

Um diese Frage zu beantworten muss ich ein klein wenig ausholen.

Die Sonne ist nach wie vor die beste „Vitamin-D-Quelle“. Ihr Nachteil ist, dass die UVB-Strahlung nur dann die Erdoberfläche erreicht, wenn ein ausreichend steiler Einfallswinkel vorliegt (im Sommer in der Mittagszeit). Im Winter, selbst bei strahlendem Sonnenschein, ist keine Vitamin-D-Bildung möglich, selbst nicht zur Mittagszeit, da die Einfallswinkel der Sonnenstrahlung zu flach sind. Ich habe das Prinzip hierfür und wann die Vitamin-D-Produktion zu welcher Jahreszeit wieder aufgenommen und dann wieder beendet wird in diesem Beitrag genau beschrieben: Böse Sonne, gute Sonne - neue Erkenntnisse zum Vitamin D.

In der Regel und in unseren Breitengraden hört die Vitamin-D-Produktion, trotz strahlender Sonne, gegen Ende September auf und setzt erst im April des folgenden Jahres wieder ein.

Es gibt 2 Möglichkeiten, hier Abhilfe zu schaffen:
Die erste wäre der Besuch von Sonnenstudios. Dies kann funktionieren, kann aber auch mit Problemen verbunden sein, besonders wenn die Röhrenstrahlung zu viel UVA enthält. Mehr dazu in diesem Beitrag: Solarium – Ja oder Nein? Oder: Sind Sonnenstudios wirklich schädlich?

Alternative Nummer zwei sind Vitamin-D-haltige Nahrungsmittel und/oder Nahrungsergänzungsmittel.

Das Problem hier ist, dass die meisten Lebensmittel nicht genug Vitamin D enthalten, um ausreichend hohe Plasmaspiegel langfristig zu erzeugen. Die beiden Nahrungsmittel mit den höchsten Werten sind Chlorella und Lebertran, die pro 100 Gramm über 12.000 Einheiten liefern können. Die danach folgenden Lebensmittel, in 1. Linie fette Fische wie Aal, Lachs, Sardinen, Hering, Bückling etc., liefern nur noch zwischen 400 und 3600 Einheiten pro 100 Gramm.

Alle anderen Lebensmittel enthalten nur noch Spuren von bis überhaupt kein Vitamin D. Eine Substitution über Nahrungsmittel würde also heißen, fast nur noch Fisch zu essen, was auch gleichzeitig eine positive Bilanz in Bezug auf Omega-3-Fettsäuren mit sich bringen würde, aber kaum als eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung betrachtet werden kann.

Nahrungsergänzungsmittel dagegen bieten die Möglichkeit, hier deutlich mehr an Vitamin D zuzuführen, wenn …

… es da nicht das Märchen von der Gefährlichkeit von Vitamin D gäbe, wie es von Schulmedizin und Ernährungswissenschaft immer wieder erzählt wird. In diesem Beitrag: Vitamin D Präparate im Test hatte ich davon berichtet.

Die in Deutschland angebotenen Vitamin-D-Präparate enthalten bestenfalls 1000 Einheiten, da höher dosierte Präparate als „Medikamente“ gelten. Dementsprechend sehen auch die offiziellen Empfehlungen aus, die zwischen 400 und 800 Einheiten täglich pendeln. Höhere Dosierungen gelten als potenziell gesundheitsschädlich bis tödlich, was überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Denn ein Sonnenbad im Sommer zur Mittagszeit, wo die Sonne am höchsten steht, produziert in weniger als einer Viertelstunde um die 20.000 Einheiten. Bislang gibt es noch keine Berichte, dass jemand nach einem kurzen Sonnenbad ohnmächtig ins Krankenhaus transportiert werden musste, weil er an einer Vitamin-D-Vergiftung litt.

Sonnenbrände nach stundenlangem Sonnenbaden sind da signifikant häufiger - und kontraproduktiv, da hier nicht mehr Vitamin D gebildet wird als bei einem kurzen Sonnenbad. Sonnenbrände sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch potenziell gefährlich in Bezug auf Hautkrebs, und daher zu vermeiden.

Wo liegen die Grenzen und was ist ein guter Wert?

Der schulmedizinisch gesetzte Grenzwert von 20 Nanogramm pro Milliliter reicht gerade einmal aus, um eine Rachitis zu verhindern - zu viel mehr allerdings nicht. Für die willkürlich gesetzte Menge von 12 Nanogramm pro Milliliter und weniger als „Vitamin-D-Mangel“ gibt es keine wissenschaftliche Bestätigung. Im Gegenteil. Man darf hier bereits von einem extremen Mangel sprechen.

Inzwischen hat sich sogar in Teilen der Schulmedizin die Ansicht durchgesetzt, dass ein Vitamin-D-Spiegel von mindestens 30 Nanogramm pro Milliliter anzustreben sei. Bei chronischen Erkrankungen sollte ein Spiegel von 50 Nanogramm erreicht werden, ein Wert der von einer Reihe von Wissenschaftlern auch für eine Prophylaxe von Erkrankungen als unterer Bereich angesehen wird. Optimale Werte scheinen zwischen 50-70 Nanogramm pro Milliliter zu liegen. Diese erreicht man jedoch nicht mit den offiziell empfohlenen Nahrungsergänzungsmitteln von 1000 und weniger Einheiten pro Tag.

Welche Mengen hier notwendig sind, um diese Zielvorgaben zu erreichen, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die man sogar online berechnen kann.

Hier eine "Adressen“, wo man errechnen lassen kann, wie viel Einheiten man täglich benötigt, um einen bestimmten Zielwert in einer definierten Zeit zu erreichen:

Vitamin D Rechner | Dr. Schweikart Verlag

Nicht nur Vitamin D ist wichtig, sondern auch die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin K2 und Magnesium, die beide bei der Aktivierung von Vitamin D und zum Calciumtransport notwendig sind.

Gibt es Risiken der Überdosierung?

Überdosierungen durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln setzen extrem hohe Mengen über einen ausgedehnten Zeitraum voraus, der oft aus finanziellen Gründen sehr „kurzatmig“ wird.

Es gibt isolierte Fälle, wo User zwischen 10.000-50.000 Einheiten täglich über einen langen Zeitraum eingenommen hatten, wie die „Deutsche Apotheker Zeitung“ zu berichten wusste. Es waren 2 Fälle, die mit akutem Nierenversagen und akuter Hyperkalzämie endeten.

Es gibt aber keinen Grund, mit der Brechstange zu versuchen, seinen Vitamin-D-Spiegel anzuheben. Bei den Vitamin-D-Rechnern, die ich bereits nannte, wird auch eine Erhaltungsdosis angegeben, die nach dem Erreichen des eingegebenen Vitamin-D-Werts zu veranschlagen ist. Diese Werte liegen in der Regel deutlich über der schulmedizinischen 1000er-Grenze, sind aber bei weitem nicht geeignet, Überdosierungen zu provozieren, sondern dienen nur dem Erhalt eines ausreichend hohen Vitamin-D-Werts.

Toxische Blutwerte entstehen bei einer Konzentration von 150 Nanogramm pro Millimeter, also einer Grenze, die doppelt so hoch liegt wie der optimale Bereich von 50-70 Nanogramm pro Milliliter. Diese Werte zu erreichen gelingt nur, wenn man extreme Maßnahmen ergreift, die mit gesundheitsfördernden Eigenschaften wenig zu tun haben.

Weitere Informationen zu diesem Thema findest Du im Buch von René Gräber: Die Vitamin D Therapie - von Heilpraktiker René Gräber

Mehr Informationen zum Autoren René Gräber finden Sie hier

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