Tipps zum Umgang mit Narben

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Elisabeth Josenhans

Wie entstehen Narben?

Jedes physische Trauma zerstört Zellstrukturen des Hautgewebes, egal ob durch einen Unfall oder eine Operation verursacht. Narben entstehen bei der Heilung von Wunden, die in tiefere Hautschichten reichen. Bei oberflächlichen Verletzungen schließt der Körper die Wunde durch gleichartige Zellen. Dies führt selten zu Störungen. Ist jedoch das gefäßreiche Bindegewebe beschädigt, wird die Wunde mit Ersatzgewebe
aufgefüllt. Dieses ordnet sich unstrukturiert an und ist weniger elastisch. Wird die Wundheilung gestört, kann eingesenktes Narbengewebe mit zu wenig Ersatzfasern entstehen. Durch Zugkräfte an der Wunde werden hingegen zu viele Kollagenfasern gebildet, was zu wulstigen oder wuchernden Narben führen kann.
Liegt solch eine unelastische Narbe dann noch in Gelenknähe oder am Rumpf, kann dies zu Bewegungs-einschränkungen führen.
Aber auch innere Narben – z. B. nach einer Blinddarmoperation oder einer endoskopischen Operation am Bauch – können die Funktion des Bewegungsapparats oder der Organe stören.
Verklebungen/Adhäsionen in der funktionellen Muskel-Faszienkette können Spannungen übertragen und weit entfernte Beschwerden verursachen.


Wie kann Narbentherapie helfen?

Eine therapeutische Narbenbehandlung hilft, die Gewebefasern in ihre funktionelle Ausrichtung zu bringen. Beschwerden können sich dauerhaft verbessern.
Durch Verschieben des Narbengewebes kann das physiologische Gleiten wiederhergestellt werden. Oberflächliche und tiefe Mobilisationen können helfen, bindegewebige Vernetzungen aufzubrechen.
Die Neigung des Narbengewebes, sich zusammenzuziehen, wird durch gezieltes Gegeneinanderschieben der Hautschichten verringert. Zudem kommen Knetungen, Längsdehnungen der Narbe und Hautrollungen in Richtung Narbe zum Einsatz. Die Mobilisation wird dicht am Narbenrand und so tief wie möglich ausgeführt. Ältere Narben vertragen auch eine direkte Massage mit größerem Druck.
Mit Hilfe von einem Schröpfglas kann die Narbe durch den Unterdruck angehoben werden, sodass tiefe, nach innen ziehende Anhaftungen gelöst werden können.
Diese Lösungstherapie kann zu verbesserter Beweglichkeit verhelfen, denn für eine volle Bewegung muss Gewebe gleiten können.

Wichtig ist, dass Sie als Patient anschließend selbst Mobilisationen des Gewebes durchführen, um den Therapieerfolg zu unterstützen.


Was kann ich selbst tun?

Die Narben bleiben mit dieser Eigenbehandlung weich und geschmeidig und verkleben nicht mit tieferen Gewebsschichten. Dies sorgt für freie Beweglichkeit und lindert Schmerzen und Spannungsgefühl.

Lassen Sie sich diese Techniken von einem erfahrenen Therapeuten zeigen!

Narbenmassage:
- Mit leichtem Tiefendruck von Zeige-und Mittelfinger massieren Sie bogenförmig auf die Narbe zu, dann ohne Druck weg von der Narbe, sodass eine kreisende Bewegung entsteht. Ca 4x entlang des Narbenverlaufes
- Versetzt mit zwei Fingern beider Hände von beiden Seiten auf die Narbe zubewegen und sie damit S-förmig verschieben. Ca 4x entlang des Narbenverlaufes
Anzahl der Anwendungen: 1-2x täglich

Unbedingt beachten:
-Nie über die Narbe ziehen, da sonst Zug auf die Narbe kommt, was sie verbreitern kann. Immer nur zur Narbe massieren!
-Es darf nicht schmerzen! Leichter Zug ist ok.
-Nicht bei offener Wunde behandeln.
-Es soll keine starke Mehrdurchblutung/Röte hinterher zu sehen sein- sonst mit kühlschrankkaltem Eisbeutel einige Minuten beruhigen.

Schröpfen:
Das Schröpfen löst die Narbe vom Unterhautgewebe und sorgt damit für mehr Beweglichkeit.
Den Ball des Schröpfglases eindrücken, dann auf die Narbe setzen, den Ball loslassen, bis sich Gewebe in das Glas zieht. Nur ganz kurz halten, wieder auf den Ball drücken, das Schröpfglas löst sich. Den Druck auf den Ball halten und sofort die nächste Stelle hochziehen.
Überlappend die ganze Narbe schröpfen, ca 4 mal wiederholen.
Intensivere Bearbeitung erreicht man durch Ansetzen des Glases wie oben erklärt, dann das Glas fassen und die Narbe durchziehen. Ev mit der anderen Hand das Gewebe spannen.Ca 4x
wiederholen.

Im folgenden Video sehen Sie ein Behandlungsbeispiel:


Dehnungen:
Lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten auch geeignete Dehnungsübungen zeigen, damit die Muskel-Faszienketten lang und elastisch bleiben.
Beispiel: für eine Brustkorbnarbe oder eine Bauchnarbe ist die Drehdehnlage besonders geeignet.
 

Zur Person:
Elisabeth Josenhans ist eine Physiotherapeutin mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Narben, besonders im Bereich der Brustkrebsnachsorge.
Ausgebildet als Manualtherapeutin mit Schwerpunkt Faszientherapie arbeitet sie in eigener Praxis in Hamburg Eppendorf.

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Sonnenlicht - schädlich oder gesund?

Gepostet von Malte am

Der richtige Umgang mit der Sonne ist ein sehr schwieriges und kontrovers diskutiertes Thema. Überwiegt der gesundheitliche Nutzen durch die Sonnenstrahlung und die daraus resultierende natürliche Vitamin-D-Produktion? Oder ist doch die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, größer?

Der Frühling ist da, die Vögel zwitschern und es wird langsam wärmer. Was gibt es da Schöneres, als jede freie Minute an der frischen Luft zu verbringen und die Sonne zu genießen? Doch ist das eigentlich bedenkenlos möglich oder vielleicht sogar gefährlich?
Glaubt man der Aussage vieler Hautärzte und der Werbung der Sonnencreme-Hersteller, sollte man sich niemals ungeschützt der Sonne aussetzen. Viel zu hoch sei das Risiko, an einem Melanom, also an schwarzem Hautkrebs, zu erkranken. Einige Naturheilkundler und Heilpraktiker sehen das anders und werden durch interessante Studien bestätigt. Zwei eindrucksvolle Studien möchte ich gerne hervorheben:

Eine amerikanische Studie untersuchte über einen Zeitraum von 10 Jahren die Melanom-Fälle an hellhäutigen US-Matrosen. Interessanterweise traten die meisten Melanome nicht bei den Matrosen im Außendienst auf, wie es eigentlich zu erwarten gewesen wäre, sondern bei den Matrosen im Innendienst. Dies zeigt, dass die Sonne keinesfalls die alleinige Ursache für die Entstehung von Melanomen sein kann, und lässt darauf schließen, dass ein guter Vitamin-D-Spiegel wichtig für die Prävention ist.

Im Zusammenhang mit Sonne geht es aber nicht nur um das Melanomrisiko. Sonnenlicht scheint auch eine Auswirkung auf die Gesundheit insgesamt zu haben:
In einer großen schwedischen Studie an fast 30.000 Frauen stellte sich heraus, dass die Gesamtsterblichkeit bei denjenigen, welche die Sonne mieden, fast doppelt so hoch war, wie die der Frauen, die sich regelmäßig der Sonne aussetzten. Inbesondere gab es bei den Sonnenvermeidern deutlich mehr Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Hautkrebserkrankungen waren zwar bei der „Sonnengruppe“ tatsächlich höher, dafür aber das Risiko, an der Erkrankung zu sterben, geringer.
Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass regelmäßige Sonnenexposition ein wichtiger Faktor für die Gesundheit ist und es keinesfalls ratsam ist, aus Angst vor Hautkrebs die Sonne komplett zu meiden.

Regelmäßige (/chronische) Sonnenexposition wirkt sich laut Studien eher positiv aus. Wer täglich an der frischen Luft ist, baut einen natürlichen Schutz auf. Das Melanomrisko sinkt. Gefährlich ist es, wenn man im Alltag kaum Sonne abbekommt, dann aber im Urlaub plötzlich unvorbereitet und intensiv in der Sonne "badet". Bei dieser Art der (intermittierenden) Sonnenexposition steigt das Melanomrisiko deutlich an.       

Man sollte also wie immer das rechte Maß halten: die Sonne weder komplett meiden, noch sich ihr übermäßig aussetzen.


Tipps für den Umgang mit der Sonne: 

- Steigern Sie Ihre Sonnenexposition im Frühjahr und Sommer langsam und gewöhnen Sie Ihre Haut kontinuierlich an das ungewohnte Sonnenlicht!
Die größte Gefahr besteht darin, blasse Haut plötzlich zu viel Sonne auszusetzen. Versuchen Sie ein natürliches Gespür dafür zu bekommen, wann es Zeit für ein schattiges Plätzchen ist.

- Gehen Sie täglich nach draußen und bewegen sich an der frischen Luft. Dies ist besser, als nur am Wochenende und dann plötzlich zu lange.

- Meiden Sie intensive Mittagssonne! (11-15 Uhr)

- Der beste Sonnenschutz ist geeignete Kleidung und Kopfbedeckung. Der UPF ist ein “Lichtschutzfaktor“ für Textilien.   

- Wichtig: Riskieren Sie auf keinen Fall einen Sonnenbrand!
Sonnenbrände, besonders im Kindesalter, erhöhen massiv das Melanomrisiko und sind unter allen Umständen zu vermeiden!

- Kinder im ersten Lebensjahr sollten keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden!

- Hellhäutige, blauäugige und/oder Menschen mit vielen Sommersprossen haben von Natur aus ein höheres Risiko. Genauso Menschen, in deren Familie bereits Melanome auftraten.
Diese Menschen sollten das Thema noch ein wenig ernster nehmen, ohne allerdings in Panik zu verfallen.

- Vermeiden Sie es, sich bereits eine halbe Stunde vor dem Sonnenkontakt mit einer 50er-Sonnenschutzcreme einzucremen! Dadurch hat Ihre Haut keinerlei Möglichkeit, sich an die Sonne anzupassen. Gönnen Sie Ihrer Haut ein paar Minuten Sonne, bevor Sie zum Sonnenschutz greifen. (Mehr zum Thema Sonnencreme erfahren Sie weiter unten im Text)

- Der beste Sonnenschutz (neben Kleidung und Schatten) ist der "Sonnenschutz von innen".
So reduziert ein guter Omega-3-Spiegel nachweislich das Risiko.
Eine vitalstoffreiche Ernährung mit natürlichen Antioxidantien, wie Beta-Karotin und Lycopin, und den Vitaminen C und E trägt zu einer natürlichen Schutzfunktion bei. Sie wirken antioxidativ und so der Bildung von oxidadivem Stress und freien Radikalen durch die UV-Strahlung entgegen. Auch grüner Tee, kann die Sonnenbrandgefahr und das Hautkrebsrisiko reduzieren.
Unbedingt ist auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Der Konsum von Alkohol erhöht das Risiko allerdings massiv.

- Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel bestimmen und streben Sie einen Wert von 40-60 ng/l bzw. 100-150 nmol/l an (Empfehlung Dr. Schmiedel)! In der Regel ist eine zusätzliche Vitamin-D-Gabe sinnvoll und erforderlich. Ein guter Vitamin-D-Spiegel bietet einen zusätzlichen Schutz.

- Hautpflege und After-Sun
Versorgen Sie Ihre Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und sorgen Sie dafür, dass sie nicht austrocknet. Eine trockene, spröde Haut ist wesentlich anfälliger für Sonnenstrahlung. Auch nach dem Sonnenkontakt ist eine reichhaltige Hautpflege wichtig. Bevorzugen Sie dabei möglichst natürliche Produkte ohne Alkohol und Parfüm.

- Eine braune Haut hat nichts mit Gesundheit zu tun! Dies ist ein gefährlicher Irrglaube. Man sollte auf keinen Fall versuchen, um jeden Preis braun zu werden.

- Solariumbesuche stellen keine Alternative dar! Sie erhöhen nachweislich das Hautkrebsrisiko   
Laut Bundesamt für Strahlenschutz erhöht sich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken um bis zu 75 Prozent, wenn bereits vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig Solarien besucht werden.


Was ist mit Sonnencreme?

Auch das Thema Sonnencreme wird sehr kontrovers diskutiert. Für die einen ist sie unabdingbar, andere sind der Ansicht, dass sie gesundheitsschädlich oder sogar krebserregend sei.

Es gibt keine sicheren Belege dafür, dass Sonnenschutzcreme vor dem Melanom und dem Basaliom schützt.  Kein Sonnenschutz deckt das gesamte Spektrum der UVA- und UVB-Strahlung ab. Welcher Anteil dieser Strahlungen aber in welchem Maße zur Entstehung von Hautkrebs beiträgt, ist noch nicht geklärt.

Konventionelle Sonnencremes wird nachgesagt, dass sie hormonell wirksam sind. Außerdem kann es bei bestimmten Cremes zur Bildung polycyclischer Kohlenwasserstoffe (PAKs) aus Erdölbestandteilen und chemischen Lichtschutzfaktoren kommen. Diese stehen in Verdacht krebserregend zu sein.

Eine weitere Gefahr an Sonnencreme ist, dass der Anwender sich sehr sicher fühlt und deshalb oft den gesunden Menschenverstand ausschaltet. So liegen viele Urlauber dick eingecremt zur Mittagszeit am Strand und lassen sich die Sonne stundenlang auf den Rücken scheinen…

Zwei weitere Punkte sollten den kritisch denkenden Menschen zumindest skeptisch stimmen. Erstens schädigt chemische Sonnenschutzcreme Autolack unwiderruflich. Zum anderen schädigen die Inhaltsstoffe nach Ansicht von Forschern nachweislich Korallen und Meeresorganismen, was auf Hawaii sogar ein Verbot bestimmter Inhaltsstoffe zur Folge hatte. Kann die gleiche Creme dann für die so empfindliche menschliche Haut vollkommen unbedenklich sein?

Eine Alternative zu den konventionellen Sonnencremes mit ihren chemischen UV-Filtern stellen mineralische Sonnenschutzcremes dar.   

Auch die Natur hält einige Alternativen bereit. So haben zum Beispiel Sesamöl und Kokosöl einen natürlichen Lichtschutzfaktor und pflegen obendrein die Haut.  


Fazit: 
Der verantwortungsvolle Umgang mit der Sonnenstrahlung ist und bleibt ein sehr wichtiges und ernstzunehmendes Thema.
Durch ein vernünftiges Verhalten sollten Sonnenbrände in jedem Fall vermieden werden.
Die komplette Meidung der Sonne scheint sich aber gesundheitlich negativ auszuwirken. Auch die regelmäßige Anwendung chemischer Sonnenschutzcreme ist wahrscheinlich nicht ganz unbedenklich. Den besten Sonnenschutz bieten entsprechende Kleidung und das Meiden der Mittagssonne. Darüber hinaus sollte man die Dauer der Sonnenexposition individuell und vorsichtig dosieren.

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Gesund schlafen, erholt aufwachen

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Birgitt Bandelin

Was können Sie persönlich für die Verbesserung Ihres Schlafes tun?
Hier habe ich einige Anregungen für Sie zusammengestellt.

Ein gesunder Schlaf ist von vielen Faktoren abhängig. Eine große Bedeutung hat dabei unser persönlicher Lebensstil. Er beinhaltet genau jene Bedingungen und jenes persönliche Verhalten, welches Ihren gesunden Schlaf beeinflusst, positiv oder auch negativ.

Achten Sie auf einigermaßen regelmäßige Aufsteh- und Schlafenszeiten. Diese Zeiten sollten idealerweise nicht mehr als 30 Minuten von den gewöhnlichen Zeiten abweichen, auch nicht am Wochenende. Wichtige Körperfunktionen wie die Produktion der Hormone, die Atmung und der Kreislauf unterliegen einem gut auf einander abgestimmten Rhythmus. Gehen Sie daher jeden Tag in etwa zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie morgens um die gleiche Zeit auf, um die biologischen Rhythmen Ihres Körpers aufeinander abzustimmen.

Hilfreich sind Rituale, sie entspannen, beruhigen und können helfen, den Körper auf das Schlafen einzustimmen. Probieren Sie daher entspannungsfördernde Schlafrituale vor dem Zubettgehen aus. Erprobt und bekannt sind z.B. das Lesen eines Buches, eine Tasse warme Milch mit Honig oder ruhige Musik.

Zu lange Bettzeiten sind ungünstig für einen gesunden Schlaf. Bleiben Sie also nicht länger als nötig im Bett. Die meisten Menschen benötigen zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf. Gerade bei Einschlafstörungen kann ein längerer Mittagsschlaf das abendliche Sinken in Morpheus Arme stark verzögern.

Ihr Schlafzimmer sollte einem einzigen Bedürfnis genügen: Ihrem Schlaf! Nutzen Sie dieses Zimmer nicht als Büro. Entfernen Sie Ihre tägliche Arbeit aus dem Schlafraum und verzichten Sie auch auf den Fernseher oder andere digitale Geräte in diesem Raum.

Sorgen Sie unbedingt für Dunkelheit in Ihrem Schlafraum. Ihre Zirbeldrüse, die das schlafregulierende Hormon Melatonin produziert, arbeitet nur bei Dunkelheit optimal. Verbannen Sie daher alle Dauerlichtquellen aus Ihrem Schlafzimmer und sorgen Sie dafür, dass auch keine Lichtreize von außen an Ihren Schlafplatz gelangen. Falls dies nicht möglich ist, verwenden Sie eine Schlafbrille.

Hätten Sie das gedacht? Ihr Bett ist das wichtigste Möbelstück in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung. Denn Sie verbringen jedes Jahr etwa 4 Monate nur mit Schlafen. Eine schlafbiologisch und schlafmedizinisch optimierte Bettausstattung kann den Schlaf auf allen Ebenen zusätzlich verbessern. Schlafen Sie wie im Wald: metallfrei und antiallergisch. Suchen Sie sich Kissen und Zudecken, die Ihrem Kuschelbedürfnis genügen und trotzdem orthopädisch korrekt und biologisch aktiv sind.

Besonders elektrosensible Menschen sollten für eine elektrosmogarme Schlafumgebung sorgen. Deaktivieren Sie Ihren WLAN-Router während der Nacht! Verzichten Sie auch auf abendliche PC-Arbeit oder den Umgang mit dem Mobiltelefon Neben der Strahlung ist gerade das blaue Licht der Leuchtdioden schlafstörend. Auch Ihr TV-Gerät strahlt Lichtfrequenzen aus, welche die Bildung des wichtigen, schlafregulierenden Hormons Melatonin verzögern und hemmen. Etwa 2 Stunden vor der zu Bettgehzeit sollten Sie diese Lichtreize meiden. Probieren Sie eine Brille aus, die das blaue Licht filtert. Vermeiden Sie helles Licht, wenn Sie nachts wach werden oder auf die Toilette müssen. Dies kann das Einschlafen erschweren und die innere Uhr umstellen.

Achten Sie auf eine angenehme Atmosphäre sowie ein gutes Raumklima in Ihrem Schlafzimmer. Die individuelle Raumtemperatur zum Ein- und Durchschlafen liegt zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Sie sollten weder Schwitzen noch Frieren. Raumtemperaturen über 20 Grad erschweren das Einschlafen, da sich der Körper nicht ausreichend abkühlen kann.

Setzen Sie sich nachts nicht unter Zeitdruck, falls Sie einmal wach werden oder auf die Toilette gehen. Verbannen Sie Uhren aus Ihrem nächtlichen Blickfeld. Kontrollieren Sie nachts nicht die Zeit.

Immer wieder machen wir selbst die Erfahrung: wenn wir abends zu spät oder zu üppig essen, dann können wir schlechter einschlafen. Unser Körper ist zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist. Größere Mahlzeiten sollten daher mindestens 3 Stunden vor der Bettzeit zurückliegen.

Ausführliche Studien beweisen: Alkohol verhilft zu einem leichteren Einschlafen. Er beeinträchtigt aber messbar die Schlafqualität und führt gerade in der zweiten Nachthälfte oft zu Durchschlafproblemen. Die Erholungs-Qualität vermindert sich sehr stark.

Zahlreiche Studien bestätigen, dass regelmäßig ausgeübter Sport bzw. regelmäßige körperliche Bewegung den Schlaf und die Erholung fördern. Ein Mangel an körperlicher Aktivität kann (gerade auch bei älteren Menschen) zu Schlafstörungen führen. Körperliche Anstrengungen 2-3 Stunden bevor Sie sich betten stören den Schlaf. Bedenken Sie, dass starke körperliche Anstrengungen unser sogenanntes „Sympathisches Nervensystem“ anregen. Es braucht mehrere Stunden bis dieser negative Einfluss nachlässt. Ein kurzer, entspannender Abendspaziergang ist ein sehr guter Tipp.

Genauso wichtig wie richtiges Einschlafen ist auch das perfekte Aufwachen. Nach dem Aufstehen benötigen wir Tages- bzw. Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung. Ideal ist es, wenn man sich nach dem Aufstehen etwa eine halbe Stunde dem Tageslicht aussetzen kann. Das hilft, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren und hat zugleich eine stimmungsaufhellende Wirkung. Selbst an einem grauen, bedeckten Tag ist das Tageslicht draußen weit heller als die künstliche Raumbeleuchtung. Das hilft Ihnen das „Glückshormon“ Serotonin zu bilden. Aus diesem Serotonin wird dann am Abend das wichtige Schlaf- und Schutzhormon Melatonin produziert.

Wichtig: Falls Sie trotz dieser vielen Tipps über einen längeren Zeitraum nicht oder schlecht schlafen sollten, suchen Sie bitte einen Schlafmediziner auf. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Nehmen Sie auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum Schlaftabletten ein.

Gute Nacht!

Birgitt Bandelin, zertifizierter Schlaf-Gesund-Coach und Filialleitung bei SAMINA Hamburg

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Wenn sich die Seele wohl fühlt, ist der Körper gesund

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Ute Schlieper

Dein Körper ist das größte Geschenk, dass Du bekommen hast. Du hast nur diesen einen Körper, ein Leben lang. Warum geben wir die Verantwortung für unseren Körper und unsere Gesundheit oftmals ab? Bestimmen nicht mehr selbst, was gut für uns ist?

"Die Schulmedizin hat sich auf den Körper beschränkt und leistet hier im Reparaturbereich oft Wunderbares. Die Sorge um die Seele überlässt die Schulmedizin der Psychologie. Um den Geist kümmert sich schon immer die Theologie. Wer der Schulmedizin vorwirft, sie lasse die Seele nicht gesunden, ähnelt dem Besucher eines städtischen Schwimmbades, der sich über den mangelnden Meerblick beschwert. Der war ihm nicht versprochen worden. Genau wie die Medizin heute nicht mehr Heilung von Körper, Geist und Seele verspricht, sondern sich bescheiden auf gute Reparaturarbeit am Körper beschränkt." (Dr. Ruediger Dahlke)

Was Dr. Ruediger Dahlke hier so schön beschreibt, wusste bereits Hippokrates (ca. 460-370 vChr.): Wenn die Seele leidet, dann leidet irgendwann auch der Körper. Ein Verlust des harmonischen Gleichgewichts zwischen Organismus und Umwelt wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus. Krankheitssymptome sind immer ein Zeichen, dass etwas in unserem Körper nicht in Ordnung ist. Aber um ganzheitlich gesund zu sein, müssen Körper, Geist und Seele im Einklang sein.

Warum gehen wir also nicht achtsamer mit unserem Körper um?
Weil’s uns niemand beigebracht hat! In der Schule haben wir einiges gelernt, aber nicht, wie man mit dem Ding namens „Körper“ umgeht! Wir achten wenig darauf, welche Art von Nahrung wir zu uns nehmen, ob wir uns ausreichend und richtig bewegen, ob das, was wir tun, unserem Körper schadet oder gut tut. Wir achten nicht darauf, wie es in uns aussieht. Wie es unserer Seele geht. Auch das wird uns nicht beigebracht. Man nennt das übrigens Achtsamkeit, ein Begriff der gerade überall auftaucht. Achtsamkeit drückt genau das aus: bewusst wahrnehmen können, im hier und jetzt sein, Dich selbst wahrzunehmen.

Unser Körper ist ein geniales System! Fast alle Prozesse laufen automatisch in ihm ab. Er ist ein wahres Wunder. Und er kann sehr viel aushalten! Doch irgendwann signalisiert er uns, dass etwas falsch läuft: die Energie lässt nach, wir sind nicht fit, Krankheit oder Schmerz macht sich bemerkbar. Selbst dann achten wir oftmals nicht auf diese Signale unseres Körpers. Wir verschieben es. Wir nehmen uns nicht die Zeit dafür, die wirkliche Ursache für unser Leiden herauszufinden. Denn wir können das Symptom doch mal ganz schnell mit einem Medikament besiegen.

Und leider wird die Schulmedizin genau da langfristig nicht helfen. Denn sie hat sich drauf spezialisiert, wie eine Feuerwehr die Symptome zu löschen! Im besten Fall verschwindet die Krankheit erst mal. Die Schulmedizin behandelt, aber heilt nicht. 

Ohne Zweifel: die moderne Medizin kann Leben retten. Aber ist unser Gesundheitszustand heute dank medizinischem Fortschritt wirklich besser als vor einigen Jahrzehnten? Das Gegenteil ist doch eher der Fall: Schmerzen im Bewegungsapparat, Herz-/Kreislauferkrankungen, Adipositas, um zur ein paar Beispiele zu nennen, nehmen zu und treten immer früher auf.

Es gibt eine ganze Menge an Studien, die belegen, dass es mehr braucht als ein Medikament oder eine Operation um gesund zu werden. Alternative, zusätzliche Heilmethoden haben positive Auswirkungen auf die Genesung von Krankheiten. Es gibt viele hoffnungsvolle Ansätze, die dabei helfen, uns gesund zu machen. Leider werden diese Studien nur selten veröffentlicht. Denn weder die Pharmaindustrie noch unser Gesundheitssystem hätte Interesse daran.

Was uns allerdings bleibt: Wir können uns selbst helfen! Du allein hast die Wahl. Wir können unser Bewusstsein für Krankheitssymptome öffnen. Verstehen, was uns der Körper signalisieren möchte. Das erfordert natürlich die Bereitschaft, ehrlich mit sich selbst zu sein.

Folgende Fragen könnten Dir dabei helfen:

- Warum tritt dieses Symptom gerade jetzt auf?

- Woran hindert mich diese Symptom gerade?

Unser Bewusstsein ist nichts anderes als unsere seelische Ebene. Und der Geist ist unser Verstand. Wenn wir diese beiden Element bei der körperlichen Heilung mit einbeziehen, ist es möglich, Krankheiten zu heilen und langfristig ganzheitlich gesund zu sein.

Du kannst so vieles in Richtung Gesundheit selbst beeinflussen! Es liegt allein an Dir, was Du daraus machst. Übernimm’ selbst die Verantwortung für Deinen Körper und Deine Gesundheit. Es lohnt sich!


Ute Schlieper 

Expertin für Körper und Bewusstsein, Querdenkerin & Coach aus Leidenschaft

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Hier könnte Ihr Beitrag zum Thema Gesundheit stehen

Gepostet von Malte am

Haben Sie Interesse einen Gastbeitrag für A Spoon a Day zu schreiben? Ich suche interessante Beiträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Sie haben die Möglichkeit sich und Ihr Tätigkeitsfeld unter Gastautoren vorzustellen und zu verlinken.

Kontaktieren Sie mich gerne unter info@aspoonaday.de! Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

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