Gesund schlafen, erholt aufwachen

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Birgitt Bandelin

Was können Sie persönlich für die Verbesserung Ihres Schlafes tun?
Hier habe ich einige Anregungen für Sie zusammengestellt.

Ein gesunder Schlaf ist von vielen Faktoren abhängig. Eine große Bedeutung hat dabei unser persönlicher Lebensstil. Er beinhaltet genau jene Bedingungen und jenes persönliche Verhalten, welches Ihren gesunden Schlaf beeinflusst, positiv oder auch negativ.

Achten Sie auf einigermaßen regelmäßige Aufsteh- und Schlafenszeiten. Diese Zeiten sollten idealerweise nicht mehr als 30 Minuten von den gewöhnlichen Zeiten abweichen, auch nicht am Wochenende. Wichtige Körperfunktionen wie die Produktion der Hormone, die Atmung und der Kreislauf unterliegen einem gut auf einander abgestimmten Rhythmus. Gehen Sie daher jeden Tag in etwa zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie morgens um die gleiche Zeit auf, um die biologischen Rhythmen Ihres Körpers aufeinander abzustimmen.

Hilfreich sind Rituale, sie entspannen, beruhigen und können helfen, den Körper auf das Schlafen einzustimmen. Probieren Sie daher entspannungsfördernde Schlafrituale vor dem Zubettgehen aus. Erprobt und bekannt sind z.B. das Lesen eines Buches, eine Tasse warme Milch mit Honig oder ruhige Musik.

Zu lange Bettzeiten sind ungünstig für einen gesunden Schlaf. Bleiben Sie also nicht länger als nötig im Bett. Die meisten Menschen benötigen zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf. Gerade bei Einschlafstörungen kann ein längerer Mittagsschlaf das abendliche Sinken in Morpheus Arme stark verzögern.

Ihr Schlafzimmer sollte einem einzigen Bedürfnis genügen: Ihrem Schlaf! Nutzen Sie dieses Zimmer nicht als Büro. Entfernen Sie Ihre tägliche Arbeit aus dem Schlafraum und verzichten Sie auch auf den Fernseher oder andere digitale Geräte in diesem Raum.

Sorgen Sie unbedingt für Dunkelheit in Ihrem Schlafraum. Ihre Zirbeldrüse, die das schlafregulierende Hormon Melatonin produziert, arbeitet nur bei Dunkelheit optimal. Verbannen Sie daher alle Dauerlichtquellen aus Ihrem Schlafzimmer und sorgen Sie dafür, dass auch keine Lichtreize von außen an Ihren Schlafplatz gelangen. Falls dies nicht möglich ist, verwenden Sie eine Schlafbrille.

Hätten Sie das gedacht? Ihr Bett ist das wichtigste Möbelstück in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung. Denn Sie verbringen jedes Jahr etwa 4 Monate nur mit Schlafen. Eine schlafbiologisch und schlafmedizinisch optimierte Bettausstattung kann den Schlaf auf allen Ebenen zusätzlich verbessern. Schlafen Sie wie im Wald: metallfrei und antiallergisch. Suchen Sie sich Kissen und Zudecken, die Ihrem Kuschelbedürfnis genügen und trotzdem orthopädisch korrekt und biologisch aktiv sind.

Besonders elektrosensible Menschen sollten für eine elektrosmogarme Schlafumgebung sorgen. Deaktivieren Sie Ihren WLAN-Router während der Nacht! Verzichten Sie auch auf abendliche PC-Arbeit oder den Umgang mit dem Mobiltelefon Neben der Strahlung ist gerade das blaue Licht der Leuchtdioden schlafstörend. Auch Ihr TV-Gerät strahlt Lichtfrequenzen aus, welche die Bildung des wichtigen, schlafregulierenden Hormons Melatonin verzögern und hemmen. Etwa 2 Stunden vor der zu Bettgehzeit sollten Sie diese Lichtreize meiden. Probieren Sie eine Brille aus, die das blaue Licht filtert. Vermeiden Sie helles Licht, wenn Sie nachts wach werden oder auf die Toilette müssen. Dies kann das Einschlafen erschweren und die innere Uhr umstellen.

Achten Sie auf eine angenehme Atmosphäre sowie ein gutes Raumklima in Ihrem Schlafzimmer. Die individuelle Raumtemperatur zum Ein- und Durchschlafen liegt zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Sie sollten weder Schwitzen noch Frieren. Raumtemperaturen über 20 Grad erschweren das Einschlafen, da sich der Körper nicht ausreichend abkühlen kann.

Setzen Sie sich nachts nicht unter Zeitdruck, falls Sie einmal wach werden oder auf die Toilette gehen. Verbannen Sie Uhren aus Ihrem nächtlichen Blickfeld. Kontrollieren Sie nachts nicht die Zeit.

Immer wieder machen wir selbst die Erfahrung: wenn wir abends zu spät oder zu üppig essen, dann können wir schlechter einschlafen. Unser Körper ist zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist. Größere Mahlzeiten sollten daher mindestens 3 Stunden vor der Bettzeit zurückliegen.

Ausführliche Studien beweisen: Alkohol verhilft zu einem leichteren Einschlafen. Er beeinträchtigt aber messbar die Schlafqualität und führt gerade in der zweiten Nachthälfte oft zu Durchschlafproblemen. Die Erholungs-Qualität vermindert sich sehr stark.

Zahlreiche Studien bestätigen, dass regelmäßig ausgeübter Sport bzw. regelmäßige körperliche Bewegung den Schlaf und die Erholung fördern. Ein Mangel an körperlicher Aktivität kann (gerade auch bei älteren Menschen) zu Schlafstörungen führen. Körperliche Anstrengungen 2-3 Stunden bevor Sie sich betten stören den Schlaf. Bedenken Sie, dass starke körperliche Anstrengungen unser sogenanntes „Sympathisches Nervensystem“ anregen. Es braucht mehrere Stunden bis dieser negative Einfluss nachlässt. Ein kurzer, entspannender Abendspaziergang ist ein sehr guter Tipp.

Genauso wichtig wie richtiges Einschlafen ist auch das perfekte Aufwachen. Nach dem Aufstehen benötigen wir Tages- bzw. Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung. Ideal ist es, wenn man sich nach dem Aufstehen etwa eine halbe Stunde dem Tageslicht aussetzen kann. Das hilft, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren und hat zugleich eine stimmungsaufhellende Wirkung. Selbst an einem grauen, bedeckten Tag ist das Tageslicht draußen weit heller als die künstliche Raumbeleuchtung. Das hilft Ihnen das „Glückshormon“ Serotonin zu bilden. Aus diesem Serotonin wird dann am Abend das wichtige Schlaf- und Schutzhormon Melatonin produziert.

Wichtig: Falls Sie trotz dieser vielen Tipps über einen längeren Zeitraum nicht oder schlecht schlafen sollten, suchen Sie bitte einen Schlafmediziner auf. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Nehmen Sie auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum Schlaftabletten ein.

Gute Nacht!

Birgitt Bandelin, zertifizierter Schlaf-Gesund-Coach und Filialleitung bei SAMINA Hamburg

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Gesunder Schlaf zur Stärkung des Immunsystems

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Birgitt Bandelin

Seit Monaten hält das Coronavirus die Welt in seinem Bann. Auch hierzulande greifen nun von der Regierung erlassene Restriktionen, um die exponentielle Verbreitung des Virus und der Lungenkrankheit Covid-19 zu verlangsamen. Grundlegende hygienische Richtlinien wie die Anleitungen zum effektiven Händewaschen und richtige Hust- und Nies-Etikette kursieren in den sozialen Medien. Davon abgesehen werden allerdings nicht viele Informationen darüber geteilt, was jeder Mensch selbst tun kann, um einer Erkrankung zu entgehen. Stattdessen überwiegt die Berichterstattung über neue Infektionen und Notlagen. Das erzeugt bei vielen ein Ohnmachtsgefühl, welches weiter um sich greift – emotionaler Stress und Angst sind weitläufig die Folge.

Ohne gesunden Schlaf kann das Immunsystem nicht arbeiten

Dabei gibt es neben allen öffentlichen Sicherheitsvorkehrungen auch ganz konkrete Maßnahmen, die jeder einzelne ergreifen kann, um sich so gut wie möglich vor dem Coronavirus abzuschirmen. Maßnahmen dieser Art beginnen und enden mit einem soliden, verlässlich funktionierenden Immunsystem. Dieses ist zum erheblichen Teil von der bestmöglichen biologischen Regeneration durch Schlaf abhängig. Mit angemessenem Wissensstand, Selbstverantwortung und vernünftigen Prioritäten kann jeder seine Position deutlich verbessern.

Schlafstörungen und Schlafmangel schwächen das Immunsystem

So wie der gesunde Schlaf die Abwehrkräfte stärkt, wird das Immunsystem durch Schlafstörungen und Schlafmangel geschwächt. Nachdem bereits 80 % der Menschen über einen gestörten und nicht mehr erholsamen Schlaf klagen (DAK Report 2017), nimmt natürlich das Risiko einer Infektion durch Viren zu. Unser Immunsystem hat vor allem drei wichtige Aufgaben:

1. schädliche Substanzen, die von außen versuchen in unseren Körper einzudringen zu erkennen und rasch zu neutralisieren

2. bereits im Körper befindliche Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten oder krankheitsverursachende Keime zu identifizieren und zu bekämpfen

3. ein gesundes Immunsystem wird auch aktiv, sobald Antigene, Toxine und andere Fremdstoffe unseren Organismus belasten

Gleichzeitig werden geschädigte Zellen durch unser Immunsystem bekämpft. Dazu produziert unser Immunsystem Antikörper, die speziell für die „Eindringlinge“ oder entartete Zellen entwickelt wurden. In einer Art „Immun-Gedächtnis“ werden diese Stoffe dann abgespeichert und sofort wiederverwendet, wenn dasselbe Problem auftritt. Aus diesem Grund hat unser Körper z.B. eine Windpocken-Infektion im Normalfall nur einmal zu bekämpfen.

Covid-19 ist ebenfalls eine virale Infektionskrankheit, die sich als Atemwegserkrankung mit Beschwerden wie Fieber, Husten, Atemnot und einer Lungenentzündung äußert. Diese Infektion wird vom Virus SARS-CoV-2 verursacht, ein neues RNA-Virus aus der Familie des seit längerem bekannten Stamm der Coronaviren. Das Coronavirus wird hauptsächlich als Tröpfcheninfektion von einem Menschen zum anderen übertragen. Die ärztliche Behandlung ist bisher vorwiegend symptomatisch. An der Entwicklung von verschiedenen antiviralen Wirkstoffen wird derzeit gearbeitet. Impfstoffe befinden sich in der Entwicklung, sind aber frühestens in 12-18 Monaten verfügbar. Umso wichtiger sind die Maßnahmen zur Vorbeugung der Ansteckung.

Hiermit verweise ich auf die Artikel auf www.einfach-gesund-schlafen.com, Bücher, Vorträge, Videos und Ausbildungs-Seminare www.schlafcoaching.com von Prof. Dr. G. Amann-Jennson. Er zeigt mit seiner 40jährigen Erfahrung auf dem Gebiet des gesunden Schlafes auf, wie wichtig ausreichender und biologisch hochwertiger Schlaf für die Unterstützung unseres Immunsystems ist. Indem Sie einen biologisch hochwertigen Schlaf genießen, helfen Sie Ihrem Organismus, sich am besten gegen potenzielle Bedrohungen wie Viren zu wehren. Dies gilt auch für das Corona-Virus!

In der Zwischenzeit gibt es dazu zahlreiche wissenschaftlichen Untersuchungen, die deutlich machen, dass gesunder Schlaf tatsächlich die beste Maßnahme ist, um z.B. Erkältungsviren zu bekämpfen oder ihnen vorzubeugen. Eine Studie an der University of California in San Francisco beweist ganz deutlich, wie wichtig dabei der Schlaf und die Schlafdauer ist. Menschen, die ausreichend (mindestens sieben Stunden) schlafen, sind weniger krank. Wer allerdings nur 6 Stunden schläft, hat ein 4,2-fach höheres Risiko, eine virale Erkältungskrankheit zu bekommen. Das Studienergebnis bestätigt, dass schlechter, gestörter oder zu kurzer Schlaf die Hauptursache dafür war, ob jemand krank wurde oder nicht. Und dies unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Einkommen, Stresslevel oder ob jemand raucht oder nicht. Die Ergebnisse zeigten, wie wichtig Schlaf für die Bekämpfung alltäglicher Krankheiten ist. Die Studie „Short Sleepers Are Four Times More Likeley to Catch a Cold“ wurde 2015 im Journal of SLEEP veröffentlicht.

Ohne guten Schlaf funktioniert das Immunsystem nicht

Der gesunde Schlaf ist und bleibt Ihre wichtigste natürliche Waffe gegen Infektionen jeder Art – auch gegen das Corona Virus. Denn die körperlichen Abwehrkräfte stehen in einem engen Zusammenhang mit der Dauer und Qualität unseres Schlafes. Bereits bei einer eher harmlosen Erkältung steigt unser Schlafbedürfnis. Der Grund liegt darin, dass gerade im Schlaf besondere Botenstoffen wie z.B. Tumornekrosefaktoren oder bestimmte Interleukine vermehrt ausgeschüttet werden. Diese werden zwar sofort freigesetzt, wenn wir eine Infektion haben, doch der Schlaf ist ein wichtiger Verstärker. Studien belegen eindeutig, dass während des Schlafs die Zahl der natürlichen Abwehrzellen messbar steigt, was für die erfolgreiche Bekämpfung von Bakterien und Viren von sehr großer Bedeutung ist. Deshalb ist die oft zitierte Redewendung „Gesunder Schlaf ist die beste Medizin“ auch wissenschaftlich haltbar. 

In meinem Artikel "Gesund schlafen, erholt aufwachen" gebe ich konkrete Tipps für einen erholsamen Schlaf.

Gute Nacht!


Informationen zur Autorin Birgitt Bandelin

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Hier könnte Ihr Beitrag zum Thema Gesundheit stehen

Gepostet von Malte am

Haben Sie Interesse einen Gastbeitrag für A Spoon a Day zu schreiben? Ich suche interessante Beiträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen. Sie haben die Möglichkeit sich und Ihr Tätigkeitsfeld unter Gastautoren vorzustellen und zu verlinken.

Kontaktieren Sie mich gerne unter info@aspoonaday.de! Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

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Sonnencreme – essenzieller Schutz oder vermeidbarer Chemiecocktail?

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Andre Tochtermann

Sonnencreme – es gibt kaum ein kosmetisches Produkt, welches laut Dermatologen und anderen Experten wichtiger für uns sei. Schützen sollen wir uns vor der Sonne und den scheinbar schwerwiegenden Folgen des Lebensplaneten – hierbei kann auch die Sonnencreme-Industrie nur nickend zustimmen.

So wird seit Jahren dazu geraten, dass wir uns möglichst mehrmals täglich eincremen, um folglich die Gefahr von Hautkrebs stark zu minimieren. Wer sich hingegen weigert, gilt oftmals als unverantwortlich.

Doch ist dem wirklich so? Warum wird der Aufschrei dann diesbezüglich immer lauter?

Tatsächlich wird das Thema Sonnenschutz zurecht seit einigen Jahren nicht nur von Toxikologen hinterfragt, da unzählige der scheinbar präventiven Produkte im Grunde mit einem gefährlichen Chemiecocktail verglichen werden können – der über unsere Haut sehr effektiv in den Körper gelangt.

Außerdem lässt der Fakt, dass seit Beginn der Vermarktung von Sonnenschutzmitteln die Hautkrebsrate beträchtlich zugenommen hat so manchen kritischen Forscher an deren Unbedenklichkeit zweifeln.

In diesem Beitrag wollen wir uns daher etwas näher mit Sonnencremen sowie auch mit deren Inhaltsstoffen befassen und aufzeigen, warum das aktuelle Bild einer gefährlichen und bösen Sonne – die uns nur schadet und deshalb am besten gemieden werden sollte – nicht weiter daneben liegen könnte.


Sinn und Unsinn von UV-Blockern

Bevor wir gleich näher auf die gängigen Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln eingehen, befassen wir uns mit wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahre, die es eigentlich sehr absurd erscheinen lassen, dass sich noch immer hauptsächlich Sonnencremen auf dem Markt befinden, die ausschließlich lebenswichtige UVB-Strahlen blocken – anstelle von potenziell krebserregenden UVA-Strahlen.

Generell kann gesagt werden, dass die Sonne zwei verschiedene Arten an intensiven UV-Strahlen aussendet:

  • UVA-Strahlen
  • UVB-Strahlen

UVB-Strahlen sind hierbei sehr wichtig für uns Menschen.

Tatsächlich sind die UVB-Strahlen der Sonne sogar essenziell, zumal unser Körper sie benötigt, um Vitamin D zu produzieren. Dies kommt zum einen unserem Wohlbefinden und der Dopamin-Ausschüttung zugute. UVB-Strahlen tragen daher entscheidend dazu bei, dass wir uns gut fühlen.

Darüber hinaus ist heute ebenfalls bekannt, dass viele Krankheiten und Beschwerden direkt mit dem Mangel des Vitamins zusammenhängen. Interessanterweise soll das Fehlen an Vitamin D sogar Mitauslöser verschiedener Krebsarten sein.

Die besonders tief eindringenden UVA-Strahlen sind hingegen laut Studien – im Gegensatz zur UVB-Strahlung – für Hautkrebs verantwortlich.

Umso verwunderlicher ist es, dass die meisten Sonnencremen ausschließlich UVB-Strahlen blocken. Dies hat sich kurioserweise selbst nach unzähligen Hinweisen aus verschiedensten Fachkreisen bis heute noch nicht geändert.

Des Weiteren gab es in der Vergangenheit immer wieder großflächige Tests, die es mehr oder weniger in die Presse geschafft haben, da über 60 Prozent der Sonnenschutzcremen keinen angemessenen Schutz vorwiesen.

Setzen wir also beim Thema Sonnenschutzmittel auf das falsche Produkt,

  • sind wir immer noch der UVA-Strahlung ausgesetzt.
  • verhindern wir die Aufnahme von lebenswichtiger UVB-Strahlung.
  • nehmen wir zusätzlich jede Menge toxische Stoffe auf.


Synthetische Stoffe in Sonnencremen

In den letzten Jahrzehnten haben wir uns eher weniger darüber Gedanken gemacht, welche Inhaltsstoffe sich in kosmetischen Produkten und Sonnenschutzmitteln befinden. Auch heute wird Sonnencreme zumeist noch angesichts von

  • Lichtschutzfaktor,
  • Auftrageverhalten,
  • und dem Angebotspreis

ausgewählt. Für gewöhnlich achten wir des Öfteren nicht wirklich auf die Inhaltsstoffe und können darüber hinaus auch nicht alle dementsprechend deuten – bei der Masse an synthetischen Zusätzen, die wir mittlerweile in unterschiedlichsten Produkten vorfinden, ist dies auch nicht verwunderlich.

Gerade bei Sonnencremen wäre es jedoch sehr wichtig diese zu kennen, zumal wir uns selbst und unsere Kinder während der Sommerzeit ständig mit den Sonnenschutzmitteln eincremen.

Vergessen wird dann leider, dass unsere Haut die überaus effektive Eigenschaft hat, von außen kommende Stoffe aufzunehmen. So bemerken einige Menschen zwar kurzfristige Abwehrreaktionen wie Pickel und Hautunreinheiten nach mehrmaligem Eincremen. Welche schwerwiegenden Konsequenzen gewisse Wirkstoffe langfristig in unserem Organismus auslösen können, wird jedoch häufig erst spät erkannt.

Schauen wir uns deshalb an, welche bedenklichen Inhaltsstoffe in Sonnencremen zu finden sind.


Welche Stoffe in Sonnencremen sind bedenklich?

Sonnencreme ist nicht gleich Sonnencreme – dass sich die Produkte unterscheiden und somit unterschiedlich viele Schadstoffe enthalten sollte uns klar sein.

Folgende Inhaltsstoffe sind sehr häufig bei den Anbietern zu finden:

  • Parabene
  • Paraffine
  • Aluminium
  • Silikon
  • Erdöl
  • Titandioxid
  • Zinkoxid
  • Unterschiedlichste Allergene

Bei all diesen Stoffen konnten in Untersuchungen negative Auswirkungen für unsere Haut und den Organismus festgestellt werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn es sich um Nano-Technologie handelt, da diese die Entwicklung von Krebs und Organschädigungen begünstigen kann.

Parabene

Parabene sind Konservierungsstoffe, die unseren Hormonhaushalt stören können. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Stoffe bei männlichen Ratten zu einer Senkung des Testosteronspiegels sowie auch zu einer deutlichen Reduzierung gesunder Spermien führten. Bei weiblichen Ratten lösten Parabene hingegen eine Vergrößerung des Uterus aus. Erklärt werden diese Zusammenhänge mit einer Überkompensierung von weiblichen Hormonen, da die Struktur von Parabenen der Struktur von weiblichen Sexualhormonen (Östrogene) ähnelt.

Parabene sind außerdem auch in Lebensmitteln, Tabak und vor allem in weiteren Kosmetika zu finden.

Paraffine

Als Paraffine werden Abfallerzeugnisse der Ölindustrie bezeichnet. Sie können sich ebenfalls negativ für uns auswirken, da sie unsere Hautporen verstopfen. Dies hat zur Folge, dass natürliche Regenerationsprozesse behindert werden.

Paraffine können nicht von der Haut aufgenommen werden. Sie bilden daher quasi einen ungünstigen Film, der sich über unsere Haut legt.

Aluminium

Sonnencremen enthalten auch häufig wasserlösliche Aluminiumsalze. Diese gehören im Übrigen zu den gefährlichsten Inhaltsstoffen in Sonnenschutzmitteln, da sie unsere Nerven schädigen können und darüber hinaus auch negative Auswirkungen für Fruchtbarkeit und Knochenentwicklung mitbringen.

Studien mit Aluminium legen außerdem auch den Zusammenhang zu Brustkrebs, Alzheimer und Parkinson nahe. Aus diesem Grund standen Deos bis vor kurzem noch unter Kritik.

Nano-Technologie in Sonnencremen

Vor allem wenn Nano-Technologie in Sonnencremen verwendet wurde, sollten wir vorsichtig sein! Oftmals enthalten Sonnenschutzmittel Titandioxid und Zinkoxid in Partikelform. Diese verleihen den Produkten mehr Komfort bei der Anwendung, da die Cremen folglich besser in die Haut einziehen.

Mikroskopisch kleine Teilchen werden schlichtweg besser aufgenommen, wodurch Nano-Technologie schließlich zum Verkaufsargument wurde, da wir schließlich keine weißen Filmrückstände auf der Haut haben wollen.

Nanopartikel stehen jedoch unter Verdacht, Autismus, Alzheimer, Allergien, Lungenkrebs und Epilepsie auszulösen. In Tierversuchen schädigten die kleinen Teilchen außerdem zahlreiche Organe wie beispielsweise:

  • Herz
  • Magen
  • Bauchspeicheldrüse
  • Leber
  • Milz


Was können wir also tun?

Viele Menschen fragen sich folglich beim Thema Sonnenschutz, was sie tun können. Sicherlich sollten gerade sensible Hauttypen sich nicht stundenlang ungeschützt in der prallen Sonne räkeln. Derartiges ist jedoch auch dann nicht ratsam, wenn wir Sonnencreme verwenden.

Klar ist nämlich, dass auch ein vermeintlicher UV-Blocker nicht zwangsläufig vor Verbrennungen schützt. Darüber hinaus verlieren wir über die Jahre unseren natürlich vorhandenen Sonnenschutz, wenn wir uns nur noch mit einem dicken Film auf der Haut in die Sonne wagen.

So ist die Natur nun einmal aufgebaut. Was nicht mehr gebraucht wird, verschwindet mit der Zeit. Wer einmal zwei Wochen im Krankenhaus liegt wird sehr schnell feststellen, wie die Muskeln dahinschwinden. Genauso ist es auch mit unserer natürlichen Widerstandskraft gegenüber der Sonne. Genetisch bedingt verankert sich diese Widerstandskraft selbst über Generationen. Wir können nämlich davon ausgehen, dass sich Menschen in Afrika vermutlich nicht 5 Mal am Tag mit einem Lichtschutzfaktor von 50 eincremen.

In erster Linie ist es daher erst einmal wichtig, hin und wieder ohne Sonnencreme in die Sonne zu gehen um folglich von den für uns wichtigen Prozessen zu profitieren und gleichzeitig an natürlichem Schutz zu gewinnen.

Verfügen wir wieder über einen gewissen Grad an natürlichem Widerstand, stehen wir womöglich – abgesehen vom Jahresurlaub – auch nicht so häufig vor der Herausforderung, uns vor der Sonne schützen zu müssen.

Im besten Fall gewöhnen wir uns daher wieder langsam an die Sonnenstrahlung, indem wir uns zu Beginn regelmäßig für kurze Zeiträume (15-20 Minuten pro Tag) in die Sonne begeben. Es ist ratsam, dies gezielt morgens oder abends zu tun. Sobald wir bemerken, dass wir widerstandsfähiger werden, kann der Zeitraum langsam erhöht werden.

Die durchaus starke Mittagssonne sollten wir generell vermeiden – mit Sonnenschutzcreme sowie auch ohne. Wenn sich dies bei einer Wanderung oder dergleichen nicht vermeiden lässt, empfiehlt sich lange Kleidung und eine Kopfbedeckung.

Ein Wiederaufbau unseres natürlichen Sonnenschutzes ist in jedem Fall sinnvoll. Darüber hinaus können auch mineralische Sonnencremes, wenn sie auf die schädlichen Inhaltsstoffe verzichten, eine Alternative sein. Tatsächlich sind diese in der Praxis jedoch gar nicht so einfach zu finden, da sie oftmals noch immer Titandioxid oder Aluminium enthalten. Demzufolge entscheiden sich viele Menschen dafür, selbst Sonnencreme herzustellen beziehungsweise Öle zu verwenden, die einen natürlichen Lichtschutzfaktor aufweisen. Empfehlenswert sind hierbei beispielsweise Sesam- und Kokosöl.


Fazit:

Wie wir das Thema Sonnenschutz am Ende handhaben, muss jeder für sich selbst entscheiden. Zweifellos gab es hier in den letzten Jahren jede Menge positiver Entwicklungen hinsichtlich verschiedener Anbieter, die uns darauf hoffen lassen, zukünftig von weiteren natürlichen Lösungen profitieren zu können.

So oder so kann es bis dahin jedoch nicht schaden, Inhaltsstoffe und Zusätze generell besser unter die Lupe zu nehmen. Darüber hinaus ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass wir ebenfalls das propagierte zerstörerische Bild gegenüber der Sonne überdenken, da es ohne den wundervollen Planeten kein Leben auf unserer Erde geben würde.

Infos zum Autoren Andre Tochtermann




Quellen:

"Avoid sunscreens with potentially harmful ingredients, group warns" CNN 2012 (Die EWG warnt vor Sonnencremes mit potentiell gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen)

"Sunscreen Indgredient May Increase Skin Cancer Risk" ScienceDaily 2012 (Sonnencreme-Inhaltsstoff könnte Hautkrebs-Risiko erhöhen)

Prof. Dr. Spitz: https://www.symptome.ch/blog/schadet-sonnenlicht/

http://www.bfr.bund.de/cm/343/verwendung_von_parabenen_in_kosmetischen_mitteln.pdf

http://www.bfr.bund.de/de/gesundheitliche_bewertung_von_nanomaterialien-30413.html

http://www.bfr.bund.de/cm/343/aluminium-and-breast-cancer.pdf

Lin W et al., "Toxicity of nano- and micro-sized ZnO particles in human lung epithelial cells" Journal of Nanoparticle Research Volume 11, Number 1 (2009), 25-39, DOI: 10.1007/s11051-008-9419-7 (Die Toxizität von Nano- und Mikro-ZnO-Partikeln in menschlichen Lungenepithelzellen)

https://www.nachhaltigleben.ch/kosmetik/aluminium-in-kosmetik-gefahr-von-krebs-und-alzheimer-2958

"Sunscreen and skin cancer" EWG 2015 (Sonnencreme und Hautkrebs)

EWG`s Skin Deep Cosmetics Database (Kosmetik-Inhaltsstoff-Datenbank)

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Sonnenlicht - schädlich oder gesund?

Gepostet von Malte am

Der richtige Umgang mit der Sonne ist ein sehr schwieriges und kontrovers diskutiertes Thema. Überwiegt der gesundheitliche Nutzen durch die Sonnenstrahlung und die daraus resultierende natürliche Vitamin-D-Produktion? Oder ist doch die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, größer?

Der Frühling ist da, die Vögel zwitschern und es wird langsam wärmer. Was gibt es da Schöneres, als jede freie Minute an der frischen Luft zu verbringen und die Sonne zu genießen? Doch ist das eigentlich bedenkenlos möglich oder vielleicht sogar gefährlich?
Glaubt man der Aussage vieler Hautärzte und der Werbung der Sonnencreme-Hersteller, sollte man sich niemals ungeschützt der Sonne aussetzen. Viel zu hoch sei das Risiko, an einem Melanom, also an schwarzem Hautkrebs, zu erkranken. Einige Naturheilkundler und Heilpraktiker sehen das anders und werden durch interessante Studien bestätigt. Zwei eindrucksvolle Studien möchte ich gerne hervorheben:

Eine amerikanische Studie untersuchte über einen Zeitraum von 10 Jahren die Melanom-Fälle an hellhäutigen US-Matrosen. Interessanterweise traten die meisten Melanome nicht bei den Matrosen im Außendienst auf, wie es eigentlich zu erwarten gewesen wäre, sondern bei den Matrosen im Innendienst. Dies zeigt, dass die Sonne keinesfalls die alleinige Ursache für die Entstehung von Melanomen sein kann, und lässt darauf schließen, dass ein guter Vitamin-D-Spiegel wichtig für die Prävention ist.

Im Zusammenhang mit Sonne geht es aber nicht nur um das Melanomrisiko. Sonnenlicht scheint auch eine Auswirkung auf die Gesundheit insgesamt zu haben:
In einer großen schwedischen Studie an fast 30.000 Frauen stellte sich heraus, dass die Gesamtsterblichkeit bei denjenigen, welche die Sonne mieden, fast doppelt so hoch war, wie die der Frauen, die sich regelmäßig der Sonne aussetzten. Inbesondere gab es bei den Sonnenvermeidern deutlich mehr Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Hautkrebserkrankungen waren zwar bei der „Sonnengruppe“ tatsächlich höher, dafür aber das Risiko, an der Erkrankung zu sterben, geringer.
Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass regelmäßige Sonnenexposition ein wichtiger Faktor für die Gesundheit ist und es keinesfalls ratsam ist, aus Angst vor Hautkrebs die Sonne komplett zu meiden.

Regelmäßige (/chronische) Sonnenexposition wirkt sich laut Studien eher positiv aus. Wer täglich an der frischen Luft ist, baut einen natürlichen Schutz auf. Das Melanomrisko sinkt. Gefährlich ist es, wenn man im Alltag kaum Sonne abbekommt, dann aber im Urlaub plötzlich unvorbereitet und intensiv in der Sonne "badet". Bei dieser Art der (intermittierenden) Sonnenexposition steigt das Melanomrisiko deutlich an.       

Man sollte also wie immer das rechte Maß halten: die Sonne weder komplett meiden, noch sich ihr übermäßig aussetzen.


Tipps für den Umgang mit der Sonne: 

  •  Steigern Sie Ihre Sonnenexposition im Frühjahr und Sommer langsam und gewöhnen Sie Ihre Haut kontinuierlich an das ungewohnte Sonnenlicht!
    Die größte Gefahr besteht darin, blasse Haut plötzlich zu viel Sonne auszusetzen. Versuchen Sie ein natürliches Gespür dafür zu bekommen, wann es Zeit für ein schattiges Plätzchen ist.
     
  • Gehen Sie täglich nach draußen und bewegen sich an der frischen Luft. Dies ist besser, als nur am Wochenende und dann plötzlich zu lange.
     
  • Meiden Sie intensive Mittagssonne! (11-15 Uhr)
     
  • Der beste Sonnenschutz ist geeignete Kleidung und Kopfbedeckung. Der UPF ist ein “Lichtschutzfaktor“ für Textilien.  
     
  • Wichtig: Riskieren Sie auf keinen Fall einen Sonnenbrand!
    Sonnenbrände, besonders im Kindesalter, erhöhen massiv das Melanomrisiko und sind unter allen Umständen zu vermeiden!
     
  • Kinder im ersten Lebensjahr sollten keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden!
     
  • Hellhäutige, blauäugige und/oder Menschen mit vielen Sommersprossen haben von Natur aus ein höheres Risiko. Genauso Menschen, in deren Familie bereits Melanome auftraten.
    Diese Menschen sollten das Thema noch ein wenig ernster nehmen, ohne allerdings in Panik zu verfallen.
     
  • Vermeiden Sie es, sich bereits eine halbe Stunde vor dem Sonnenkontakt mit einer 50er-Sonnenschutzcreme einzucremen! Dadurch hat Ihre Haut keinerlei Möglichkeit, sich an die Sonne anzupassen. Gönnen Sie Ihrer Haut ein paar Minuten Sonne, bevor Sie zum Sonnenschutz greifen. (Mehr zum Thema Sonnencreme erfahren Sie weiter unten im Text)
     
  • Der beste Sonnenschutz (neben Kleidung und Schatten) ist der "Sonnenschutz von innen".
    So reduziert ein guter Omega-3-Spiegel nachweislich das Risiko.
    Eine vitalstoffreiche Ernährung mit natürlichen Antioxidantien, wie Beta-Karotin und Lycopin, und den Vitaminen C und E trägt zu einer natürlichen Schutzfunktion bei. Sie wirken antioxidativ und so der Bildung von oxidadivem Stress und freien Radikalen durch die UV-Strahlung entgegen.
    Auch grüner Tee, kann die Sonnenbrandgefahr und das Hautkrebsrisiko reduzieren.
     
  • Unbedingt ist auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Der Konsum von Alkohol erhöht das Risiko allerdings massiv.
     
  • Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel bestimmen und streben Sie einen Wert von 40-60 ng/l bzw. 100-150 nmol/l an (Empfehlung Dr. Schmiedel)! In der Regel ist eine zusätzliche Vitamin-D-Gabe sinnvoll und erforderlich. Ein guter Vitamin-D-Spiegel bietet einen zusätzlichen Schutz.
     
  • Hautpflege und After-Sun:
    Versorgen Sie Ihre Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und sorgen Sie dafür, dass sie nicht austrocknet. Eine trockene, spröde Haut ist wesentlich anfälliger für Sonnenstrahlung. Auch nach dem Sonnenkontakt ist eine reichhaltige Hautpflege wichtig. Bevorzugen Sie dabei möglichst natürliche Produkte ohne Alkohol und Parfüm.
     
  • Eine braune Haut hat nichts mit Gesundheit zu tun! Dies ist ein gefährlicher Irrglaube. Man sollte auf keinen Fall versuchen, um jeden Preis braun zu werden.
     
  • Solariumbesuche stellen keine Alternative dar! Sie erhöhen nachweislich das Hautkrebsrisiko   
    Laut Bundesamt für Strahlenschutz erhöht sich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken um bis zu 75 Prozent, wenn bereits vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig Solarien besucht werden.


Was ist mit Sonnencreme?

Auch das Thema Sonnencreme wird sehr kontrovers diskutiert. Für die einen ist sie unabdingbar, andere sind der Ansicht, dass sie gesundheitsschädlich oder sogar krebserregend sei.

Es gibt keine sicheren Belege dafür, dass Sonnenschutzcreme vor dem Melanom und dem Basaliom schützt.  Kein Sonnenschutz deckt das gesamte Spektrum der UVA- und UVB-Strahlung ab. Welcher Anteil dieser Strahlungen aber in welchem Maße zur Entstehung von Hautkrebs beiträgt, ist noch nicht geklärt.

Konventionelle Sonnencremes wird nachgesagt, dass sie hormonell wirksam sind. Außerdem kann es bei bestimmten Cremes zur Bildung polycyclischer Kohlenwasserstoffe (PAKs) aus Erdölbestandteilen und chemischen Lichtschutzfaktoren kommen. Diese stehen in Verdacht krebserregend zu sein.

Eine weitere Gefahr an Sonnencreme ist, dass der Anwender sich sehr sicher fühlt und deshalb oft den gesunden Menschenverstand ausschaltet. So liegen viele Urlauber dick eingecremt zur Mittagszeit am Strand und lassen sich die Sonne stundenlang auf den Rücken scheinen…

Zwei weitere Punkte sollten den kritisch denkenden Menschen zumindest skeptisch stimmen. Erstens schädigt chemische Sonnenschutzcreme Autolack unwiderruflich. Zum anderen schädigen die Inhaltsstoffe nach Ansicht von Forschern nachweislich Korallen und Meeresorganismen, was auf Hawaii sogar ein Verbot bestimmter Inhaltsstoffe zur Folge hatte. Kann die gleiche Creme dann für die so empfindliche menschliche Haut vollkommen unbedenklich sein?

Eine Alternative zu den konventionellen Sonnencremes mit ihren chemischen UV-Filtern stellen mineralische Sonnenschutzcremes dar.   

Auch die Natur hält einige Alternativen bereit. So haben zum Beispiel Sesamöl und Kokosöl einen natürlichen Lichtschutzfaktor und pflegen obendrein die Haut.  


Fazit: 
Der verantwortungsvolle Umgang mit der Sonnenstrahlung ist und bleibt ein sehr wichtiges und ernstzunehmendes Thema.
Durch ein vernünftiges Verhalten sollten Sonnenbrände in jedem Fall vermieden werden.
Die komplette Meidung der Sonne scheint sich aber gesundheitlich negativ auszuwirken. Auch die regelmäßige Anwendung chemischer Sonnenschutzcreme ist wahrscheinlich nicht ganz unbedenklich. Den besten Sonnenschutz bieten entsprechende Kleidung und das Meiden der Mittagssonne. Darüber hinaus sollte man die Dauer der Sonnenexposition individuell und vorsichtig dosieren.



Prof.Dr.Spitz zum Umgang mit der Sonne und zum Thema Vitamin D:

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Tipps zum Umgang mit Narben

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Elisabeth Josenhans

Wie entstehen Narben?

Jedes physische Trauma zerstört Zellstrukturen des Hautgewebes, egal ob durch einen Unfall oder eine Operation verursacht. Narben entstehen bei der Heilung von Wunden, die in tiefere Hautschichten reichen. Bei oberflächlichen Verletzungen schließt der Körper die Wunde durch gleichartige Zellen. Dies führt selten zu Störungen. Ist jedoch das gefäßreiche Bindegewebe beschädigt, wird die Wunde mit Ersatzgewebe
aufgefüllt. Dieses ordnet sich unstrukturiert an und ist weniger elastisch. Wird die Wundheilung gestört, kann eingesenktes Narbengewebe mit zu wenig Ersatzfasern entstehen. Durch Zugkräfte an der Wunde werden hingegen zu viele Kollagenfasern gebildet, was zu wulstigen oder wuchernden Narben führen kann.
Liegt solch eine unelastische Narbe dann noch in Gelenknähe oder am Rumpf, kann dies zu Bewegungs-einschränkungen führen.
Aber auch innere Narben – z. B. nach einer Blinddarmoperation oder einer endoskopischen Operation am Bauch – können die Funktion des Bewegungsapparats oder der Organe stören.
Verklebungen/Adhäsionen in der funktionellen Muskel-Faszienkette können Spannungen übertragen und weit entfernte Beschwerden verursachen.


Wie kann Narbentherapie helfen?

Eine therapeutische Narbenbehandlung hilft, die Gewebefasern in ihre funktionelle Ausrichtung zu bringen. Beschwerden können sich dauerhaft verbessern.
Durch Verschieben des Narbengewebes kann das physiologische Gleiten wiederhergestellt werden. Oberflächliche und tiefe Mobilisationen können helfen, bindegewebige Vernetzungen aufzubrechen.
Die Neigung des Narbengewebes, sich zusammenzuziehen, wird durch gezieltes Gegeneinanderschieben der Hautschichten verringert. Zudem kommen Knetungen, Längsdehnungen der Narbe und Hautrollungen in Richtung Narbe zum Einsatz. Die Mobilisation wird dicht am Narbenrand und so tief wie möglich ausgeführt. Ältere Narben vertragen auch eine direkte Massage mit größerem Druck.
Mit Hilfe von einem Schröpfglas kann die Narbe durch den Unterdruck angehoben werden, sodass tiefe, nach innen ziehende Anhaftungen gelöst werden können.
Diese Lösungstherapie kann zu verbesserter Beweglichkeit verhelfen, denn für eine volle Bewegung muss Gewebe gleiten können.

Wichtig ist, dass Sie als Patient anschließend selbst Mobilisationen des Gewebes durchführen, um den Therapieerfolg zu unterstützen.


Was kann ich selbst tun?

Die Narben bleiben mit dieser Eigenbehandlung weich und geschmeidig und verkleben nicht mit tieferen Gewebsschichten. Dies sorgt für freie Beweglichkeit und lindert Schmerzen und Spannungsgefühl.

Lassen Sie sich diese Techniken von einem erfahrenen Therapeuten zeigen!

Narbenmassage:
- Mit leichtem Tiefendruck von Zeige-und Mittelfinger massieren Sie bogenförmig auf die Narbe zu, dann ohne Druck weg von der Narbe, sodass eine kreisende Bewegung entsteht. Ca 4x entlang des Narbenverlaufes
- Versetzt mit zwei Fingern beider Hände von beiden Seiten auf die Narbe zubewegen und sie damit S-förmig verschieben. Ca 4x entlang des Narbenverlaufes
Anzahl der Anwendungen: 1-2x täglich

Unbedingt beachten:
-Nie über die Narbe ziehen, da sonst Zug auf die Narbe kommt, was sie verbreitern kann. Immer nur zur Narbe massieren!
-Es darf nicht schmerzen! Leichter Zug ist ok.
-Nicht bei offener Wunde behandeln.
-Es soll keine starke Mehrdurchblutung/Röte hinterher zu sehen sein- sonst mit kühlschrankkaltem Eisbeutel einige Minuten beruhigen.

Schröpfen:
Das Schröpfen löst die Narbe vom Unterhautgewebe und sorgt damit für mehr Beweglichkeit.
Den Ball des Schröpfglases eindrücken, dann auf die Narbe setzen, den Ball loslassen, bis sich Gewebe in das Glas zieht. Nur ganz kurz halten, wieder auf den Ball drücken, das Schröpfglas löst sich. Den Druck auf den Ball halten und sofort die nächste Stelle hochziehen.
Überlappend die ganze Narbe schröpfen, ca 4 mal wiederholen.
Intensivere Bearbeitung erreicht man durch Ansetzen des Glases wie oben erklärt, dann das Glas fassen und die Narbe durchziehen. Ev mit der anderen Hand das Gewebe spannen.Ca 4x
wiederholen.

Im folgenden Video sehen Sie ein Behandlungsbeispiel:


Dehnungen:
Lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten auch geeignete Dehnungsübungen zeigen, damit die Muskel-Faszienketten lang und elastisch bleiben.
Beispiel: für eine Brustkorbnarbe oder eine Bauchnarbe ist die Drehdehnlage besonders geeignet.
 

Zur Person:
Elisabeth Josenhans ist eine Physiotherapeutin mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von Narben, besonders im Bereich der Brustkrebsnachsorge.
Ausgebildet als Manualtherapeutin mit Schwerpunkt Faszientherapie arbeitet sie in eigener Praxis in Hamburg Eppendorf.

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Wenn sich die Seele wohl fühlt, ist der Körper gesund

Gepostet von Malte am

Gastbeitrag von Ute Schlieper

Dein Körper ist das größte Geschenk, dass Du bekommen hast. Du hast nur diesen einen Körper, ein Leben lang. Warum geben wir die Verantwortung für unseren Körper und unsere Gesundheit oftmals ab? Bestimmen nicht mehr selbst, was gut für uns ist?

"Die Schulmedizin hat sich auf den Körper beschränkt und leistet hier im Reparaturbereich oft Wunderbares. Die Sorge um die Seele überlässt die Schulmedizin der Psychologie. Um den Geist kümmert sich schon immer die Theologie. Wer der Schulmedizin vorwirft, sie lasse die Seele nicht gesunden, ähnelt dem Besucher eines städtischen Schwimmbades, der sich über den mangelnden Meerblick beschwert. Der war ihm nicht versprochen worden. Genau wie die Medizin heute nicht mehr Heilung von Körper, Geist und Seele verspricht, sondern sich bescheiden auf gute Reparaturarbeit am Körper beschränkt." (Dr. Ruediger Dahlke)

Was Dr. Ruediger Dahlke hier so schön beschreibt, wusste bereits Hippokrates (ca. 460-370 vChr.): Wenn die Seele leidet, dann leidet irgendwann auch der Körper. Ein Verlust des harmonischen Gleichgewichts zwischen Organismus und Umwelt wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus. Krankheitssymptome sind immer ein Zeichen, dass etwas in unserem Körper nicht in Ordnung ist. Aber um ganzheitlich gesund zu sein, müssen Körper, Geist und Seele im Einklang sein.

Warum gehen wir also nicht achtsamer mit unserem Körper um?
Weil’s uns niemand beigebracht hat! In der Schule haben wir einiges gelernt, aber nicht, wie man mit dem Ding namens „Körper“ umgeht! Wir achten wenig darauf, welche Art von Nahrung wir zu uns nehmen, ob wir uns ausreichend und richtig bewegen, ob das, was wir tun, unserem Körper schadet oder gut tut. Wir achten nicht darauf, wie es in uns aussieht. Wie es unserer Seele geht. Auch das wird uns nicht beigebracht. Man nennt das übrigens Achtsamkeit, ein Begriff der gerade überall auftaucht. Achtsamkeit drückt genau das aus: bewusst wahrnehmen können, im hier und jetzt sein, Dich selbst wahrzunehmen.

Unser Körper ist ein geniales System! Fast alle Prozesse laufen automatisch in ihm ab. Er ist ein wahres Wunder. Und er kann sehr viel aushalten! Doch irgendwann signalisiert er uns, dass etwas falsch läuft: die Energie lässt nach, wir sind nicht fit, Krankheit oder Schmerz macht sich bemerkbar. Selbst dann achten wir oftmals nicht auf diese Signale unseres Körpers. Wir verschieben es. Wir nehmen uns nicht die Zeit dafür, die wirkliche Ursache für unser Leiden herauszufinden. Denn wir können das Symptom doch mal ganz schnell mit einem Medikament besiegen.

Und leider wird die Schulmedizin genau da langfristig nicht helfen. Denn sie hat sich drauf spezialisiert, wie eine Feuerwehr die Symptome zu löschen! Im besten Fall verschwindet die Krankheit erst mal. Die Schulmedizin behandelt, aber heilt nicht. 

Ohne Zweifel: die moderne Medizin kann Leben retten. Aber ist unser Gesundheitszustand heute dank medizinischem Fortschritt wirklich besser als vor einigen Jahrzehnten? Das Gegenteil ist doch eher der Fall: Schmerzen im Bewegungsapparat, Herz-/Kreislauferkrankungen, Adipositas, um zur ein paar Beispiele zu nennen, nehmen zu und treten immer früher auf.

Es gibt eine ganze Menge an Studien, die belegen, dass es mehr braucht als ein Medikament oder eine Operation um gesund zu werden. Alternative, zusätzliche Heilmethoden haben positive Auswirkungen auf die Genesung von Krankheiten. Es gibt viele hoffnungsvolle Ansätze, die dabei helfen, uns gesund zu machen. Leider werden diese Studien nur selten veröffentlicht. Denn weder die Pharmaindustrie noch unser Gesundheitssystem hätte Interesse daran.

Was uns allerdings bleibt: Wir können uns selbst helfen! Du allein hast die Wahl. Wir können unser Bewusstsein für Krankheitssymptome öffnen. Verstehen, was uns der Körper signalisieren möchte. Das erfordert natürlich die Bereitschaft, ehrlich mit sich selbst zu sein.

Folgende Fragen könnten Dir dabei helfen:

- Warum tritt dieses Symptom gerade jetzt auf?

- Woran hindert mich diese Symptom gerade?

Unser Bewusstsein ist nichts anderes als unsere seelische Ebene. Und der Geist ist unser Verstand. Wenn wir diese beiden Element bei der körperlichen Heilung mit einbeziehen, ist es möglich, Krankheiten zu heilen und langfristig ganzheitlich gesund zu sein.

Du kannst so vieles in Richtung Gesundheit selbst beeinflussen! Es liegt allein an Dir, was Du daraus machst. Übernimm’ selbst die Verantwortung für Deinen Körper und Deine Gesundheit. Es lohnt sich!


Ute Schlieper 

Expertin für Körper und Bewusstsein, Querdenkerin & Coach aus Leidenschaft

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Babyschale - nur im Auto benutzen

Gepostet von Malte am

Neugeborene sollten nicht länger als eine Stunde im Auto fahren. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Bristol.  Die für einen Säugling unnatürliche Sitzposition in der Sitzschale (oft auch Maxi Cosi genannt) könne zu Atemproblemen, schlechterer Sauerstoffversorgung und erhöhtem Puls führen. Dementsprechend sei es wichtig längere Autofahrten zu vermeiden und ansonsten regelmäßige Pausen zu machen.

Nach der Autofahrt werden die Säuglinge leider aus Bequemlichkeit oft, anstatt sie in den Kinderwagen zu legen, in der Sitzschale gelassen und mit Hilfe eines speziellen Adapters auf das Kinderwagengestell gesetzt während die Mama einkauft, spazieren geht oder mit Freunden im Café sitzt. Dies sollte aber auf keinen Fall zur Gewohnheit werden. Die Sitzschale wurde fürs Auto entwickelt und nur da gehört sie hin.

Auch im sonstigen Alltag sollten Säuglinge auf keinen Fall zu lange angeschnallt in Sitzschalen, Wippen oder Hochstühlen mit Liegendposition verbringen. Die gekrümmte Position der Wirbelsäule und die künstliche Einschränkung des natürlichen Bewegungsdranges sind schlecht für den Rücken und hemmen eine natürliche Entwicklung. Durch die gebeugte Haltung werden auch die Organe zusammengeschoben, was zu Verdauungsstörungen führen kann.  

Leider geht der Trend heutzutage dahin Säuglinge immer früher hinzusetzen bzw. künstlich zu unterstützen. Dies widerspricht aber der natürlichen Entwicklung. Im Optimalfall sollten Babys auf einer Krabbeldecke (oder ggf. im Laufgitter) flach auf dem Boden liegen mit etwas Spielzeug in der unmittelbaren Umgebung. Dort können sie sich (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) frei bewegen und entwickeln. Natürlich sind sie dann auch mal unzufrieden wenn etwas nicht klappt und fangen an zu quengeln. Viele Eltern machen dann aber den "Fehler" und nehmen den Säugling sofort hoch. Wenn sich die Kleinen aber erstmal an die aufrechtenen Positionen gewöhnt haben sind sie danach umso unzufriedener, wenn man sie zurück auf den Boden legt. Dies kann der Beginn eines kleinen "Teufelskreises" sein. Der Säugling ist nur zufrieden, wenn man sich um ihn kümmert, wenn er auf dem Arm oder in Sichtweite der Mutter in der Babywippe sitzt.

In ihrem Buch "Lasst mir noch Zeit" beschreibt die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler welche Bedürfnisse kleine Babys haben und wie sie sich am besten entwickeln. Ein Zitat von Pikler lautet: "Der Säugling lernt im Laufe seiner Bewegungsentwicklung nicht nur, sich auf den Bauch zu drehen, nicht nur das Rollen, Kriechen, Sitzen, Stehen oder Gehen, sondern er lernt auch das Lernen. Er lernt, sich selbständig mit etwas zu beschäftigen, an etwas Interesse zu finden, zu probieren, zu experimentieren. Er lernt Schwierigkeiten zu überwinden."
Dieser Lernprozess wird verhindert bzw. erschwert, wenn die Säuglinge zu viel Hilfestellung durch die Eltern bekommen und wenn sie zu viel Zeit in Sitzschalen verbringen.

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