Ein Monat ohne Plastik

Gepostet von Malte am

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Wie kommt unser Plastikmüll ins Meer?

Gepostet von Malte am

Die Verschmutzung unseres Planeten mit Plastik ist eines der größten Probleme und Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Jedes Jahr gelangen schätzungsweise 8 (-12) Millionen Tonnen Plastik in unsere Ozeane.
Jede Minute (!) kommt in etwa die Ladung eines Müllwagens hinzu.
Der sogenannte Plastikstrudel im pazifischen Ozean hat bereits jetzt die 4,5-fache Größe Deutschlands erreicht.
Wenn die Menschheit keine Lösungen findet um das Plastikproblem in den Griff zu bekommen wird Forschern zufolge in den nächsten zehn Jahren die zehnfache Menge Plastik in den Weltmeeren landen, also etwa 80 Millionen Tonnen pro Jahr (!). 

Die Hälfte des weltweit produzierten Plastikmülls entsteht durch Verpackungsmaterialien. Deutschland belegt beim Verpackungsmüll einen Spitzenplatz in Europa. 220 Kilo pro Kopf waren es 2016 (EU-Schnitt 163 Kilo), davon knapp 25 Kilo Plastik.  
Aber wie gelangt unser Plastikmüll in die Weltmeere? Lange Zeit war auch ich davon ausgegangen, dass alles was ich in den gelben Sack schmeiße fach- und umweltgerecht recycelt bzw. entsorgt wird. Leider ist das aber nicht so. Hunderttausende Tonnen Plastikmüll werden jährlich exportiert, ein Großteil davon direkt oder indirekt nach Südostasien. Was dort mit dem Müll passiert unterliegt nicht mehr unserer Kontrolle. Der Teil der nicht gebraucht oder verwertet wird landet zusammen mit dem lokalen Müll auf riesigen unkontrollierten Mülldeponien und gelangt über Flüsse und Strände letztlich ins Meer. Die Folgen für die Umwelt sind katastrophal. Meerestiere fressen tonnenweise (Mikro-)Plastik und verenden oft qualvoll daran. 

Aber der Plastikmüll ist nicht die einzige Quelle aus der Plastik in die Weltmeere gelangt. Ein weiteres sehr aktuelles und kritisches Thema ist das Mikroplastik. Dieses entsteht einerseits aus der Zersetzung von Makroplastik (Plastikmüll). Aber auch Kosmetika, wie Shampoo, Duschgels, Peelings oder Zahnpasta enthalten kleinste und nicht lösliche synthetische Kunststoffe. Diese gelangen zum Teil durch die Klärwerke hindurch in die Flüsse und Meere. Dort werden sie oft von Meerestieren gefressen und gelangen so mittlerweile sogar wieder über den Konsum von Fisch in den Mägen der Menschen
Eine weitere Quelle für Mikroplastik sind Textilien. Fleece- oder andere Kunststofffasertextilien verlieren bei jedem Waschgang bis zu 2000 winzig kleine Partikelchen. Diese sind so klein, dass sie weder in den Sieben der Waschmaschinen noch in den Kläranlagen hängenbleiben und so ungehindert ins Meer gelangen. 

Was können wir also tun um zu verhindern, dass unser Planet am Plastik erstickt? Hier ist jeder Einzelne gefragt. Wir alle müssen gemeinsam versuchen den Plstikkonsum zu reduzieren und nach Alternativen zu suchen.


Tipps für weniger Plastikmüll:

- Keine Plastiktüten mehr! Nehmen Sie Stoffbeutel etc. mit, wenn Sie einkaufen gehen. Alternativ kaufen Sie sich im Laden Papiertüten! 

- Kaufen Sie keine eingeschweißten bzw. in Plastik verpackten Obst und Gemüsesorten! Am besten Sie kaufen Ihr Obst/Gemüse auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen. 

- Kaufen Sie keine Plastikflaschen! Eine umweltfreundliche und gesunde Alternative ist ein Wasserfilter

- Benutzen Sie kein Einweggeschirr/-besteck aus Plastik! Alternativen gibt es mittlerweile aus nachwachsenden Rohstoffen. 

- Vermeiden Sie Essen und Trinken "To-Go"! Nehmen Sie sich lieber 5 Minuten Zeit und trinken ihren Kaffee in Ruhe im Sitzen.

- Achten Sie generell im Alltag darauf welches Material Sie kaufen z.B. Kinderspielzeug aus Holz statt aus Plastik (ist auch langlebiger und schöner). 

- Achten Sie beim Kauf Ihrer Kosmetik unbedingt auf Mikroplastik! Benutzen Sie den Einkaufsratgeber von Greenpeace oder die CodeCheck-App! Zertifizierte Naturkosmetik ist frei von Mikroplastik. 

- Kaufen Sie Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle! Verzichten Sie auf Kunstfasern wie Polyester, Nylon, Polyacryl etc.! Waschen Sie mit Temperaturen unter 60 C° und verzichten Sie auf Weichspüler! Ein guter Lösungsansatz zum Waschen von Kunstfasern ist der Guppyfriend. Laden Sie sich auch den Ratgeber des BUND herunter

- Unterzeichnen Sie Petitionen zum Thema um den Politikern und Firmen die Wichtigkeit zu verdeutlichen!

- Beteiligen Sie sich an freiwilligen Müllsammelaktionen! Sammeln Sie bei jedem Besuch in der Natur 5 Plastikteile!

- dulden Sie nicht, dass andere Menschen Müll einfach in die Natur wegschmeißen! Nehmen Sie sich ein Beispiel an diesem polnischen LKW-Fahrer ;-)

- Sprechen Sie mit Freunden, Kollegen etc. über das Problem und die Lösungsansätze!


Weitere Infos zum Thema:

- Naturefund

- WWF

- GREENPEACE

- BUND

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